Delain – We Are The Others

Wenn Bands sich an Symphonic Rock und Symphonic Metal versuchen, gerate ich schnell in Panik: Bei vielen kommt am Ende entweder fürchterlicher Kitsch dabei heraus. Oder das Ergebnis ist weder Symphonic, noch Rock/Metal, sondern einfach nur eine bedauerliche Verschwendung von Tonträgermaterial. Dennoch: Ich bin immer wieder gespannt, ob es einer Band gelingt, sich in diesem nicht eben einfachen Genre mit heiler Haut zu beweisen und es vielleicht sogar zu meistern.

Delain aus Holland beweisen mit „We Are The Others“, dass sie es können. Das neue Album finde ich toll: Harter Rock, symphonisch untermalt, gepaart mit schönem Gesang. Alles passt für mich hervorragend zusammen und ergibt ein stimmiges Ganzes. Die Scheibe geht gut nach vorne los und Delain rocken derbe ab. Charlottes Gesang hält das Album auf der richtigen Bahn. Ihre Stimme gibt der Musik an den entscheidenden Stellen Tiefe und nimmt ihr an kritischen Stellen die Härte.

„We Are The Others“ beschäftigt sich mit Zusammengehörigkeit und dem „Anders sein“: Sei stolz darauf, wer Du bist. Kümmere Dich nicht darum, ob Du von der Norm abweichst. Das Album bittet aber auch um Akzeptanz durch diejenigen, die eben nicht „anders“ sind. Der Schlüssel dazu ist der namensgebende Song „We Are The Others“, der beide Aspekte anspricht und verarbeitet.

Mir macht es Spaß, dieses sehr ausgewogene und rundherum gelungene Symphonic Rock/Metal Album zu hören. Ich bekomme beim Hören gute Laune, was nicht vielen Künstlern gelingt. Die Musik strahlt Energie aus, die mich motiviert. Mir gefällt sehr, dass ich „We are the others“ sowohl als Ganzes, als Konzeptalbum, aber auch in Form einzelner Stücke genießen kann. Mein Favorit des Albums ist „Where Is The Blood“. Dieser Song vereint für mich Härte, Wut und Verzweiflung mit Zärtlichkeit und Geborgenheit.

„We Are the Others“ erscheint am 01.06.2012 bei Roadrunner Records Germany / Warner Music.

Webseite der Band: http://www.delain.nl/

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