Loz Tinitoz – Majestät

Loz Tinitoz wurde am 9. Oktober 2006 als eine fünfköpfige Band gegründet und spielte anfangs typischen Punkrock: Schnelles Schlagzeug, simple Akkorde und brachiales Gegröhle galten als Markenzeichen. Die Band tauschte Mitglieder und Label aus und jetzt soll das Album „Majestät“ einen neuen Weg einschlagen. So die Band über sich selbst.

So ganz hat sich Loz Tinitoz mit dem neuen Album „Majestät“ dann aber doch nicht von den Wurzeln verabschiedet. Die Musik ist punkig, irgendwo zwischen Green Day und den Toten Hosen, vielleicht auch etwas H-Blockxx und Kraftklub. Die Musik auf Punk zu reduzieren, wird ihr nicht gerecht. Das Repertoire, das die Band auf Majestät präsentiert, ist breiter und auch breitentauglicher. Es ist für mich eher punkiger Rock, der frisch und lebendig daher kommt. Der Muff, der Punk häufig anhaftet, dieses spontane „OMG nerv mich nicht“-Feeling, dass mich gerade bei „altem“ Punk häufig beschleicht, fehlt bei Loz Tinitoz und das ist gut so. Es ist moderner Punk, wenn man so will vielleicht erwachsener(er) Punk, voller Esprit und Lebensfreude.

Die Songs sind nicht eindeutig Punkrock, nicht wirklich Deutschrock, aber auch (noch) nicht Pop-Rock. Dadurch eröffnet sich die Band ein breites Spektrum. Gerade weil Loz Tinitoz auf Effekthascherei verzichten, weil der Gesang kantig ist, ist die Musik authentisch. „Majestät“ ist mal lässig-schnodderig, mal geschmeidig-kantig, stets gewürzt mit jugendlicher Rebellion. Die Songs sind gleichbleibend gut, das Feeling ist stimmig und die Produktion sauber. Die Songs haben ein angenehmes Mitschnippstempo und verleiten zum Zuhören, gerade weil der Gesang nicht immer ganz glatt, gefällig oder mit Gewalt auf Harmonie getrimmt wurde. Das gefällt.

Loz Tinitoz – Majestät erscheint am 17.07.2015 bei ESL Entertainment / Believe Digital

Webseite der Band: http://www.loz-tinitoz.de/

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