14.12.17, 21:42 Uhr
Start Über Death-Rock

Über: Death-Rock

Death-Rock

Death-Rock, auch Death-Punk genannt, bezeichnet eine in den späten 1970ern in den Vereinigten Staaten entstandene Musikbewegung, welche sich dem Post-Punk unterordnet.

Der Death-Rock entwickelte sich im amerikanischen Post-Punk parallel zum britischen Gothic Rock. Gleichzeitig bezog der amerikanische Death-Rock auch Einflüsse aus Hard– und Shock-Rock mit ein, der im britischen Gothic Rock weniger in Erscheinung trat. Ein wesentlicher Vorreiter für beide Stile waren neben Iggy Pop und David Bowie The Cramps und David Letts, der als Dave Vanian mit der britischen Punk-Band The Damned auftrat und die Ästhetik der aufkeimenden Szene mit seinem Vampir-Outfit und Friedhofsästhetik beeinflusste.

Anfang der 1980er Jahre entwickelten sich zwei wesentliche Strömungen im Death-Rock. Während der Horrorpunk der frühen Vertreter als eine selbstironisch inszenierte Punk-Variante mit Elementen aus Surf-Rock und Rockabilly begann, spielten manche Bands eine dem britischen Gothic Punk ähnliche Mixtur aus tiefem schwerem Bass, tribalartigem Schlagzeug sowie kratzend- und quietschend-polternder Gitarre, mit Einflüssen aus Hard Rock und Schock-Rock. Insbesondere die ersten Veröffentlichungen von Christian Death veränderten den im Punk verankerten Klang des Death-Rock nachhaltig und prägten somit ein Gegenstück zum britischen Gothic Rock.

Bis zur Mitte der 1980er Jahre hatte sich die Death-Rock-Szene von Los Angeles zerschlagen. Die meisten Interpreten des Death-Rock orientierten sich um oder verschwanden von der Bildfläche, so dass um 1984 die erste Hochphase des Stils zum Erliegen kam. Spätestens Mitte der 1980er Jahre verlor der Begriff Death-Rock endgültig an Einfluss und wurde mit dem Terminus Gothic Rock gleichgesetzt.

Artikel zum Thema Death-Rock:

Bloody Dead and Sexy – Crucifixion Please!

Bloody Dead and Sexy – Crucifixion Please!

An incomplete guide to psychedelic Deathrock Was ist Death-Rock? Das war so ziemlich der erste Gedanke den ich hatte, als ich das neuste Album von der Band Bloody Dead and Sexy zum Review bekam: Crucifixion Please!...
Polyprisma Abe Wahington

Meme 018: Quellen

Weitere Artikel und Reviews:

Boris Blank and Malia - Convergence - Cover

Boris Blank and Malia – Convergence

Schon die Ankündigung eines neuen Albums von - oder meinetwegen auch nur mit - Boris Blank versetzt mich in helle Aufregung. Boris Blank! Yello!...
Public Service Broadcasting Every Valley Review Polyprisma

Public Service Broadcasting – Every Valley

Es kann immer passieren, jederzeit, überall Seit der EP Spitfire (2014) habe ich das Londoner Projekt Public Service Broadcasting auf dem Radar. Das unter den...
Intent:Outtake - Neustart Cover

Intent:Outtake – Neustart in Postapokalyptisch

Manchmal... ja, manchmal gehen Geheimtipps weite Wege. So ist es geschehen bei der Band Intent:Outtake. Mit ihrem Erstlingswerk „Wake Up Call“ Anfang des Jahres...
In This Moment - Blood - Cover

In This Moment – Blood: Wenn Die Nachbarn mal wieder nerven…

Die Musik von In This Moment auf ihrem neuen Album Blood erinnert mich stark an eine Mischung aus Linkin Park und Guano Apes. Wie...