25.11.17, 06:58 Uhr
Start Über Electro

Über: Electro

Electro (auch: Elektro, Elektromusik)

Electro bezeichnet verschiedene Musikstile, deren gemeinsames Hauptmerkmal die Umsetzung von Kompositionen auf überwiegend rein elektronischer Basis ist und die primär Elektronische Tanzmusik der Popularkultur umfassen.

Die Bezeichnung Electro bzw. Elektro hat sich bei den meisten einschlägigen Stilrichtungen unabhängig voneinander durchgesetzt, um sich von traditionell instrumentierten Musikgenres abzugrenzen und das hierbei dominierende Element der elektronischen Klangerzeugung (Einsatz von Synthesizern und Drumcomputern) zu betonen. Der gemeinsame Nenner einiger dieser Electro-Stile liegt sehr oft darin, dass sich die hiermit verbundenen Projekte von der Musik der deutschen Band Kraftwerk inspiriert fühlten.

Die Schreibvarianten Electro und Elektro (mit c oder k) können differenzieren zwischen Electro – meist in Zusammenhang mit den Musikstilen Electro Funk und Electro – und Elektro – hauptsächlich als Dachbegriff für Stile, die im Post-Industrial– und EBM-Umfeld entstanden sind. Gelegentlich bezieht sich Elektro auch auf den Electro Pop oder auf Lounge-Musik. Es gibt keine dogmatische Handhabung der Electro-Begriffe. Umgangssprachlich wird mit den Bezeichnungen Electro und Elektro hin und wieder auch Techno– oder House-Musik verbunden, auch wenn dies terminologisch nicht korrekt ist, da Techno wie House zwar mit dem Electro-Genre verwandt, inzwischen aber eigene Musik-Genres sind und keine Unterkategorien mehr darstellen.

Die Wurzeln des Electro gehen vor allem zurück auf Kraftwerk, die als einer der ersten Künstler Tanzbarkeit mit elektronischen Sounds verbanden. Dadurch waren sie in der ersten Hälfte der 1970er Jahre Trendsetter ihrer Zeit und sind bis heute unzähligen Künstlern musikalisches Vorbild. In den frühen 1980er Jahren entstand durch den Einfluss des Kraftwerk-Albums Trans Europa Express in den USA der Electro Funk. Ein halbes Jahrzehnt später setzte, inspiriert durch das Kraftwerk-Album Electric Café / Technopop die Entwicklung des Electro Pop ein. Dieser nahm hauptsächlich in Europa seinen Ausgangspunkt und führte insbesondere die melodische Seite der elektronischen Musik weiter. In dieser Zeit entstand der Begriff “Electro”, durch den sich der damals “neue” Musikstil von der traditionellen elektronischen Musik abgrenzen konnte.

Artikel zum Thema Electro / Elektromusik:

Stiff Little Spinners Vol 9 und Vol 10 Review

Stiff Little Spinners Vol 9 und Vol 10

Früher war alles besser House und Techno sind zwei Genres, die sehr unter einer Schwemme bestenfalls drittklassiger Veröffentlichungen zu leiden haben. Früher, also damals, als noch alles schwarz/weiß war, als Sven Väth noch der Shit...
Faderhead Night Physics Review

Faderhead – Night Physics

Los jetzt! Tanzen! Faderhead, das Projekt des aus Hamburg stammenden Sami Mark Yahya, veröffentlicht mit Night Physics das - je nach Zählweise - neunte oder elfte Album. Nach FH-X (2016) und No Signal (EP, 2017)...
Null + Void Cryosleep Review

Null + Void – Cryosleep

From Reel to Real Produzenten haben das Glück, mit vielen unterschiedlichen, großen und kleinen Künstlern zu tun zu haben. Sie haben aber auch das Pech, dass sie meistens nicht wahrgenommen werden. Kennst Du Kurt Uenala?...
Angelspit Black Dog Bite Review

Angelspit – Black Dog Bite

Ganz neu, ganz anders, ganz so wie immer Die Kombination aus Horror-Punk-Pop-Electro haben Angelspit im Laufe von sechs Alben perfektioniert. Mit dem siebten Album Black Dog Bite liefert die Band bestehend aus Matthew Slegel, Kitsu...
Schwarzschild - In meinem Blut

Schwarzschild – In meinem Blut

Schon wieder... Verdammt, es ist mir wieder passiert. Schon wieder! Immer wieder sag ich mir, Sascha, sag ich, lass das. Mach das nicht. Und dann passte mal 'ne Sekunde nicht auf – und schon ist...
Jayce Lewis Million Review

Jayce Lewis – Million

Unter dem Radar Bevor Jayce Lewis Musiker und Produzent wurde, war er Schweißer. Die Debütsingle Icon (2009) stieg in den englischen Charts bis in die Top10 und war der Grundstein für seine Musikerkariere. 2010 folgte...
Highersense Half Way Between Review

Highersense – Half Way Between

Alleine zum Erfolg Highersense entstand 2009 als Band, wurde inzwischen aber zum Soloprojekt des Kölners Daniel Schmidt. Zwischen 2009 und 2012 gelangen Highersense einige Achtungserfolge: Die Band gewann dreimal den Musik-Szene Wettbewerb NRW des WDR....
Dave Clarke The Desecration Of Desire Review

Dave Clarke – The Desecration of Desire

Wenn Techno reift Dave Clarke war zur Jahrtausendwende einer der ersten und gleichzeitig produktivsten Technoproduzenten aus England. Seine Remixe von Depeche Mode, Moby, Underworld und Laurent Garnier sind auch außerhalb der Szene erfolgreich geworden. In...
Tangerine Dream Quantum Gate Review

Tangerine Dream – Quantum Gate

Ein neues Album unter Mitwirkung aus der Vergangenheit Anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der Gründung von Tangerine Dream 1967 in Berlin erscheint Quantum Gate. Alleine das ist schon Grund genug, dicke Backen zu machen. Fünfzig! Jahre!...
Diary Of Dreams Hell In Eden Review

Diary Of Dreams – Hell In Eden

Maschine brennt Es nimmt langsam epidemische Ausmaße an. Gefühlt jedes zweite Release wird derzeit "verschoben". So auch das neue Album von Diary Of Dreams - Hell in Eden, das eigentlich für den 29.09.2017 angekündigt war....
Vessels The Great Distraction Review

Vessels – The Great Distraction

Auf der anderen Seite des Zauns im Kopf Genres sind wahnsinnig hilfreiche und zugleich völlig überflüssige Definitionsversuche für etwas, was an sich noch gar nicht zu Ende definiert wurde: Musik. Die Herkunft des Wortes "Musik"...
Gothminister The Other Side Review

Gothminister – The Other Side

Die andere Seite - vier Jahre nach Utopia In der Vergangenheit machte das Projekt des Norwegers Bjørn Alexander Brem mit Christian Svendsen (Schlagzeug), Glenn Nilsen (Gitarre) und Ketil Eggum (Gitarre) immer wieder auf sich aufmerksam....
Sparks Hippopotamus Review

Sparks – Hippopotamus

Ich wünschte, Du wärest lustig (und könntest diese Anspielung verstehen) In den mehr als vierzig Jahren ihrer Kariere haben sich die Sparks immer wieder dramatisch verändert. Versuchte das Duo aus Los Angeles anfangs noch irgendwie...
Deutsch Amerikanische Freundschaft Das Ist DAF Review

D.A.F. – Das Ist DAF

Ein Mythos, der Musikgeschichte schuf 1978 gründeten Robert Görl, Gabriel "Gabi" Delgado-López, Kurt "Pyrolator" Dahlke und Wolfgang Spelmanns die Band Deutsch Amerikanische Freundschaft, kurz D.A.F. bzw. DAF, die - neben Kraftwerk und Can - zu...
Gary Numan Savage Songs From A Broken World Review

Gary Numan – Savage

Songs From A Broken World Seit gut vierzig Jahren ist er als Musiker aktiv. Segen und Fluch zugleich, denn vielen fällt zu seinem Namen zuerst Are Friends Electric von 1979 ein. Zwar sind die Spuren...
Massiv in Mensch Am Port Der Guten Hoffnung Review

Massiv in Mensch – Am Port Der Guten Hoffnung

Lang ist's her Massiv in Mensch lernte ich zusammen mit den Jungs von Lord Of The Lost und Unzucht damals beim OGT kennen. Unheimlich sympathische Band, sehr down to earth, wie man so sagt: Entspannt,...
Crüxshadows Astromythology Review

The Crüxshadows – Astromythology

25 Jahre und kein Stück eingerostet The Crüxshadows (sprich: "Kru'shado's") überzeugen seit 1992 szeneübergreifend ihre Fans immer wieder durch mitreißende Shows, eine bemerkenswert positive Attitüde und tanzbare, intelligente Musik. Die ausufernden Touren der Amerikaner sind...
Wumpscut

:Wumpscut: gibt Ende des Projektes bekannt

Ende einer Ära Rudy Ratzinger aka :Wumpscut: hat dem Sideline-Magazin im Chat mitgeteilt, dass sein Projekt für immer beendet ist. Rudy: "Ich bin mit dem Musikmachen für (mehr oder weniger) nichts fertig. Ich muss nicht...
OMD The Punishment Of Luxury Orchestral Manoeuvres In The Dark Review

Orchestral Manoeuvres In The Dark (OMD) – The Punishment Of Luxury

Ein Blick zurück, zur Seite und ein großer Schritt in die Zukunft Orchestral Manoeuvres In The Dark, kurz OMD, sind für viele in erster Linie mit Maid of Orleans (The Waltz Joan of Arc) vom...
Jürgen Maria Kaiser Burning Desire Review

Jürgen Maria Kaiser – Burning Desire

Ist das Kunst oder kann das weg? In den 1980er Jahren kam eine Form des minimalistischen Synthie-Pop auf, die zu speziell für New Wave, zu glatt für Punk, zu punkig für Avantgarde war. Diese Musik...