22.01.18, 17:34 Uhr
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Über: Future Pop

Future Pop

Future Pop (auch: Futurepop) ist ein in den späten 1990er Jahren entstandener Stil der Elektronischen Tanzmusik mit klaren, tanzbaren Songstrukturen im 4/4-Takt. Er wird unterschiedlich eingeordnet und einerseits als Mischung aus EBM, Techno und Synthie Pop charakterisiert. Andererseits wird er als chartkompatibeler Dance-Techno der schwarzen Szene bezeichnet. Das verstärkte Aufkommen des Genres löste bereits Ende der 1990er Jahre zunehmend szene-interne Konflikte aus, weshalb sich vor allem traditionelle Goths von den herkömmlichen Szenepartys abwandten und gothic-rock-, dark-wave- bzw. death-rock-spezifische Veranstaltungen organisierten. In anderen Ländern, wie z. B. USA, ist das Publikum dagegen heterogen zusammengesetzt und hauptsächlich im Alternative-Umfeld beheimatet.

Future Pop weist fließende Übergänge zum Electro und anderen benachbarten Musikstilen auf. Die Bezeichnung Future Pop setzte sich nach der Jahrtausendwende durch. Hauptvertreter des Stils sind bzw. waren die aus der Electro-Szene stammenden Projekte Apoptygma Berzerk, VNV Nation, Rotersand und Covenant.

Future Pop ist ein elektronischer Musikstil ohne Gitarreneinsatz, bei dem Techno-ähnliche Trackstrukturen und durchgängige Rhythmen um die 140 BPM überwiegen. Üblich sind harmonische Strukturen, eingängige Melodien und die Instrumentierung mit virtuell-analogen Synthesizern. Beliebte Modelle sind der Access Virus und der Roland JP8000. Letzterer ist für die Einführung der SuperSaw-Wellenform berühmt, die auch in Techno und Trance gerne verwendet wird. Im Gegensatz zu anderen technoid geprägten Genres wie Hellektro ist die Musik deutlich melodischer und pop-orientierter. Teilweise werden deutliche Parallelen zum Dance gesehen.

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