Asian Dub Foundation

Asian Dub Foundation Credit: Libertinus Yomango

Die Asian Dub Foundation ist eine Electronica-Band aus England, deren Musik sich aus einem Stilmix aus Rapcore, Dub, Dancehall und Ragga zusammensetzt. Sie benutzen dazu klassische Rock-Instrumente und bekennen sich zu Einflüssen der Punk Musik. Ihr spezieller Sound enthält auch Indo-Dub Basslinien, an Sitare erinnernde Gitarrensoli und Sprechgesang.

Die Asian Dub Foundation entstand aus einem Jugendprojekt, das sich durch seine Live-Auftritte einen bemerkenswerten Ruf erarbeitete. Mit der 1995 veröffentlichten Single „Rebel Warrior“ wurde die Band einem größeren Publikum bekannt. Das 1998 verföffentlichte Album „Rafi’s Revenge“ wurde für den Mercury Prize nominiert. Die Band tourte mit den Beastie Boys durch die USA und Japan. Das Anfang 2000 veröffentlichte Album „Community Music“ entwickelte den Sound der Band weiter und wurde von Kritikern sehr positiv aufgenommen.

2001 unternahm die Band den ambitionierten Versuch, eine Live-Version der Musik des Films „La Haine“ von Mathieu Kassovitz auf dem „Only Connect“ Festival in London aufzuführen. Der ausverkaufte Gig wurde von Kritikern sehr gelobt. 2002 trat die Asian Dub Foundation auf Einladung auf David Bowies South Bank Meltdown Festival auf. Im Anschluss tourte die Band durch Südamerika.

2002 sollte Pandit G der MBE („Order of the British Empire“) für seine Verdienste um die Musikindustrie im Zusammenhang mit „Community Music“ verliehen werden. Diesen lehnte er als „unpassend“ ab. Stattdessen sollten die Projekte als ganzes finanziell unterstützt werden, anstatt einzelne Mitglieder hervorzuheben.

2003 erschien „Enemy of the Enemy“, das zum meistverkauften Album der Asian Dub Foundation wurde. Der Song „Fortress Europe“ war ein beißender Angriff auf die Einwanderungspolitik Europas. „1000 Mirrors“ vom selben Album entstand zusammen mit Sinéad O’Connor. Im selben Jahr spielte die Band vor 100.000 Zuschauern in Larzac, Frankreich.

Die Band trat während der nächsten Jahre weiterhin auf dem „La Haine“ Festival auf und war auf Welttournee. 2005 wurde die Band mit dem Titel „Best Underground“ bei den UK Asian Music Awards ausgezeichnet. 2006 erschien die Dub/Punk Oper „Gaddafi: A Living Myth“ mit Musik der Asian Dub Foundation. 2007 veröffentlichte die Band die Best Of Compilation „Timefreeze 1995-2007“, auf der auch Tracks zusammen mit Chuck D (Public Enemy) und Deeder Zaman enthalten waren. 2007 war die Asian Dub Foundation die einzige westliche Band, die auf dem Gnawa Festival in Essaouira, Marokko, vor 60.000 Zuschauern spielte. 2008 ging die Band auf eine ausgiebige Tour durch die USA und Japan.

Nach einem Treffen mit der Widerstandsbewegung „Atenco“ in Mexiko steuerte die Asian Dub Foundation dem Indigenous Resistance Projekt bei. Danach begann die Band mit der Arbeit, das provisorisch „A New London Eye“ genannt wurde. Darauf waren Ministry of Dhol, Nathan „Flutebox“ Lee, Chi 2 und Skrein mitwirken und erschien schließlich unter dem Namen „The History of Now“

2012 wurde die Band durch Secret Cinema gebeten, ihren Soundtrack zu „La Haine“ auf dem Broadwater Farm Festival wiederzubeleben und führten das Stück ebenfalls in der Nacht der französischen Präsidentschaftswahlen des selben Jahres auf und waren Headliner bei verschiedenen Festivals, z. B. „Bearded Theory“ und „Asigiri Jam“ in Japan.

Webseite der Asian Dub Foundation: http://www.asiandubfoundation.com/

(Bild: Libertinus Yomango, CC2.0)

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