Kurze lange Pause?

Nicht freiwillig und schon gar nicht notwendig

Auch Du hast es bemerkt: In der letzten Zeit sah es so aus, als würden bei Polyprisma die Lampen ausgehen. Irgendwie klemmte die Seite immer wieder und neue Artikel erschienen auch nicht. Dann war die Seite zwischendurch komplett weg, und wenn sie dann wieder da war, oft nur teilweise. Das war so nicht ganz geplant. Ganz und gar nicht.

Eigentlich wollten wir nur eine kurze Weihnachtspause einlegen. Von Promotern und Labels kam eh nichts Brauchbares mehr – wie immer im Dezember – und die Familie will ja auch mal beglückt werden. Deshalb hatten wir eine Auszeit geplant und die Füße schon entspannt auf den Tisch gelegt, als plötzlich, kurz vor Weihnachten, Polyprisma einfach weg war. So richtig “weg”. Völlig weg. Mit allem.

Alarm!

Warum genau und wer wann was wieso getan hat… wir wissen es bis heute nicht. Unser Hoster hatte wohl einen Praktikanten damit beauftragt, irgendwelche Wartungsscripte über die Server laufen zu lassen und das tat dann wohl “Dinge”. Unter anderem bei uns tat das Script dann etwas, was es eigentlich nicht hätte tun sollen. Was genau … wir wissen es auch nicht. Jedenfalls wurde Polyprisma komplett “in Sicherheit” gebracht. Die ganze Site, alle Software, alle Bilder, Texte, Daten wurden in einen “Safe-Room” verschoben, wo den Daten zwar nichts passieren konnte, aber auch niemand an sie heran kam. Auch der Webserver nicht. Und deshalb war die Seite weg.

Wir dachten uns “okay, eben das Backup zurückspielen…” aber: Denkste, Puppe. Danach ging gar nichts mehr. Oder präziser: Es ging sehr wenig, und das auch nur abwechselnd und mal so, oder mal anders. Auf keinen Fall aber so, wir wir uns das vorstellten und gewohnt waren. Da außerdem Weihnachten unmittelbar vor der Tür stand, war der Support unseres Providers natürlich schon im Familienurlaub und deshalb die Fehlersuche und -behebung etwas erschwert.

“Etwas”. Ich hoffe, die Ironie fiel auf. Irgendwie kriegte Sascha die Seite über die Feiertage wenigstens soweit ans Rennen, dass sie zumindest so aussah, als wäre sie “da”. Tatsächlich war das alles hinter den Kulissen eher ein Stückwerk aus Kaugummi, Tüdeldraht, wilden Hacks und frommen Wünschen, das eher zufällig tat und nicht etwas deshalb, weil wir den Laden im Griff hatten. Aber: Es tat. Wenigstens so halb.

Zwischen den Jahren…

Nach Weihnachten gingen wir das Thema dann mit dem überraschend zum Teil doch noch zur Arbeit erscheinenden Level 3 Tech-Support unseres Hosters an. Mit Lupe, Brechstange und immer wieder auftretender Schnappatmung. Es beruhigte uns sehr mitzuerleben, dass der eigentlich super routinierte Techniker / Admin, der häufig – und ebenso häufig eben auch völlig zurecht – von galoppierender Inkompetenz seiner Kunden ausgeht, in diesem Fall mehr als einmal völlig ratlos auf den eigenen Bildschirm starrte und am Telefon zugab, nicht zu verstehen, warum gerade passierte, was da passierte, weil eigentlich genau das, was da gerade passierte, eigentlich weder passieren sollte, noch eigentlich passieren können dürfte und trotzdem doch offensichtlich passierte.

Es dauerte länger als es hätte dauern dürfen und die genauen Gründe und Ursachen für diese Katastrophe werden wahrscheinlich nie vollends aufgeklärt. Der Verdacht, dass wir “gehackt” wurden, hat sich ebenso wenig bewahrheitet, wie die Vermutung, dass jemand irgendetwas nicht ganz Koscheres auf unserem Server betrieb. Alle von Support und uns rekonstruierbaren Ursachen verweisen letztendlich ins Reich der Mythen und spekulativen Fantasy – abgesehen vom Wartungsscript und dem Praktikanten…

Reload, restart, continue

Auf allen Seiten war die Frustration zwischenzeitlich enorm und mehr als einmal waren wir alle SO kurz davor, einfach hinzuschmeißen und zu sagen: “Ach leck mich doch, ich geh schaukeln”. Doch irgendwie gelang uns jetzt offenbar doch der entscheidende Durchbruch. Polyprisma läuft jetzt seit 48 Stunden wieder einigermaßen stabil. Wirklich stabil, nicht nur “so getan als ob”. Frag nicht warum, wir wissen es selber nicht so ganz genau. Alle Beteiligten lecken sich nach geschlagener Schlacht ihre Wunden und atmen erstmal eine Weile durch. Danach geht’s weiter, versprochen.

Ach ja. Frohes Neues Jahr. Weihnachten gut überstanden?

Frank & Sascha.

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