Umberto Eco ist gestorben

Umberto Eco, Schrifsteller und Denker aus Italien, Autor von Romanen wie „Der Name Der Rose“, „Das Foucaultsche Pendel“, „Die Bombe und der General“ und Werken wie „Die Grenzen der Interpretation“, „Kunst und Schönheit im Mittelalter“, „Die Geschichte der Hässlichkeit“ und vielen anderen mehr, Inhaber von mehr als 35 Ehrendoktorwürden, ist gestern Abend im Alter von 84 Jahren gestorben.

Den meisten war Umberto Eco als Autor bekannt, jedoch schuf er weitaus mehr. Neun Romane, vier Kinderbücher, 33 andere Werke aus Philosophie, Kunst- und kulturkritik und anderen Bereichen umfasst alleine sein schriftstellerisches Schaffen. Über viele seiner Werke entstand wissenschaftliche Sekundärliteratur, in der er und seine Ideen und Konzepte analysiert wurden.

Sein erstes Buch „Die Frage der Ästhetik beim Heiligen Thomas“ veröffentlichte er 1956 im Alter von 24 Jahren. Obwohl er sich häufig und intensiv mit wissenschaftlichen Themen auseinandersetzte, sah er sich selber nie als Teil der Wissenschaftselite. Er war als streitbarer Denker mit teilweise unorthodoxen Sichtweisen bekannt.

Mit seinem 1980 veröffentlichten Roman „Der Name Der Rose“ erlangte er schließlich Weltruhm, der durch die Verfilmung mit Sean Connery in der Rolle des William von Baskerville noch um ein Vielfaches größer wurde. Bis ins hohe Alter war er Kolumnist bei einer Reihe italienischer Tageszeitungen und dem Wochenmagazin „L’Espresso“. Er war erklärter Opponent von Silvio Berlusconi, baute im italienischen Fernsehn ein Kulturprogramm auf, Professor für Semiotik, Dozent an den Universitäten Mailand, Florenz und Bologna. 2008 emeritierte er.

Sein letztes Buch war das 2015 veröffentlichte „Nullnummer“, in dem er sich mit Presse und Politik in Italien nach dem Zweiten Weltkrieg befasste. Eco war verheiratet mit Renate Ramge, mit der er eine Tochter und einen Sohn hatte.

Webseite von Umberto Eco: http://www.umbertoeco.com/

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