Universal und Kim Dotcom

Kim Dotcom hat wegen seiner Unternehmungen einige Probleme. Dem in Neuseeland lebenden Unternehmer werden Copyrightverstöße im Zusammenhang mit seiner „Megaupload“ Seite vorgeworfen. Kim Dotcom wird vorgeworfen, er hätte der Industrie Schäden in Höhe von 500 Millionen US$ verursacht, der entstanden sei, weil raubkopierte Inhalte auf seiner file-sharing seite gehostet worden sind. Kim hat diese Vorwürfe bestritte und kämpft seit dem gegen seine Auslieferung an die USA und darum, sein Vermögen zurückzuerhalten.

Etwas merkwürdig ist die Rolle der Urheberrechtsinhaber in diesem Zusammenhang. In der Vergangenheit wurden Fälle bekannt, in denen eigentlich urheberrechtlich geschütztes Material absichtlich auf solchen Seiten deponiert wurde.

Bemerkenswert ruhig wurde es um diesen Fall und die Medienindustrie bemüht sich, das Thema nach Außen hin nicht anzustoßen. Als Saubermann möchte man dastehen, als das Opfer, der Geschädigte. Verständlich, irgendwie, angesichts des offenen Verfahrens und der in Rede stehenden Schadenssumme.

Einige Fragen stellen sich jedoch, wenn bekannt wird, dass wenige Tage vor dem denkwürdigen Zugriff auf Kim Dotcom und der Beschlagnahme seines gesamten Besitzes eine Konferenz zwischen Universal Music und Kim Dotcom stattfand, bei der eine umfassende und langfristige geschäftliche Zusammenarbeit geplant, gemeinsame Produkte diskutiert und Werbestrategien gegen Tauschbörsen erörtert wurden:

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