:Wumpscut: gibt Ende des Projektes bekannt

Ende einer Ära

Rudy Ratzinger aka :Wumpscut: hat dem Sideline-Magazin im Chat mitgeteilt, dass sein Projekt für immer beendet ist. Rudy: „Ich bin mit dem Musikmachen für (mehr oder weniger) nichts fertig. Ich muss nicht mein ganzes Leben lang Musik machen. Musik war nur eine Möglichkeit, mich auszudrücken.“ Mit :Wumpscut: verliert die Dark-Electro-Szene einen seiner großen Namen. Das Projekt war seit seiner Gründung durch den bayerischen Discjockey Rudolf „Rudy“ Ratzinger im Mai 1991 eine der führenden deutschen Dark Electro Bands.

Jedes :Wumpscut: Album war ein Szene-Erfolg. Das Projekt begeisterte Dark-Elektro-Fans. Im Laufe der Jahre erschienen insgesamt siebzehn Studioalben sowie eine Reihe von Compilations, Demos, Compilation-Tracks und Remixe von gelöschten Singles und EPs. Schon zum Erscheinen des Best-of „Innerfire“ im Mai dieses Jahres hatte Ratzinger angekündigt, dass er keine neue Musik mehr produzieren würde. Bislang dachten aber wohl alle, dass es sich dabei um eine Art Urlaub, einen temporären Ausstand handeln werde. Jetzt ist klar, dass kein neues Werk mehr erscheinen wird.

Das Ende von :Wumpscut: weist deutlich auf den dramatischen Wandel hin, der die Musikwelt noch immer erschüttert und auf den Kopf stellt. Wenn selbst größere Künstler Probleme haben, überhaupt etwas zu verdienen, dann läuft irgendetwas schief. Obwohl die Einnahmen aus dem Musik-Streaming permanent steigen, decken sie immer noch nicht den finanziellen Einbruch, der durch die permanent nachlassende Nachfrage nach physischen Releases und inzwischen sogar Downloads entsteht. Während andere Bands versuchen, die Ausbleibenden Einnahmen durch Konzerte zu kompensieren, kam dies für :Wumpscut: nie in Frage.

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