The Jelly Jam – Profit

Pressetext: Nach fünf Jahren Funkstille und mit einem neuen Label im Rücken lassen The Jelly Jam wieder von sich hören: Am 27. Mai erscheint bei der Mascot Label Group das neue Album „Profit”, gleich anschließend bringen Ty Tabor, John Myung und Rod Morgestein ihr neues Material im Zuge einer Welttournee auf die Bühne – übrigens der ersten in der inwischen bereits langen Geschichte dieser Band, deren Ursprünge bis vor die Jahrtausendwende zurückreichen.

Rückblende: Ende der 1990er-Jahre rufen Bassist John Myung und Keyboarder Derek Sherinian den Dream-Theater-Ableger Platypus ins Leben. Mit an Bord sind King’s X-Gitarrist Ty Tabor und Schlagzeuger Rod Morgenstein (Winger, ex-The Dixie Dregs). Das Quartett veröffentlicht mit „When Pus Comes to Shove” (1998) und „Ice Cycles” (2000) zwei Alben auf der Schnittstelle zwischen Hard Rock, Prog und starkem, auf die 1970er-Jahre verweisenden Retro-Feeling. Beide Platten kommen bei Kritikern und Publikum gut an, trotzdem geht Derek Sherinian bald darauf seiner Wege. Tabor, Myung und Morgenstein beschließen ohne ihn als Trio weiterzumachen, allerdings unter anderem Namen – The Jelly Jam ist geboren.

Alle Beteiligten sind mit ihren Stammbands bekanntlich gut beschäftigt, deshalb dauert es mit Output von The Jelly Jam seit jeher etwas länger: 2002 erscheint das selbstbetitelte Debüt, gefolgt von „The Jelly Jam 2” und, nach einer ersten langen Pause, dem 2011er-Album „Shall We Descend”. Ohne Keyboarder präsentieren sich The Jelly Jam rockiger als ihr Vorläufer und ziemlich straight. Maßgeblich für ihr Klangbild sind Ty Tabors typisches Gitarrenspiel, sein relaxter Gesang und die auch von King’s X bekannten eingängigen Melodien mit ab und an leichtem Beatles-Touch. Zwischendurch wird immer wieder mit schweren Gitarrenriffs heftig gerockt. John Myung agiert dynamisch, setzt starke Akzente und tritt auffallender in Erscheinung als bei Dream Theater. Rod Morgenstein hält das Ganze seinerseits mit moderat vertracktem Drumming stets gekonnt im Fluss.

„Profit” ist kein klassisches Konzeptalbum, es weist aber eine Storyline als roten Faden auf: Die Geschichte eines weisen Mannes, der seinen Mitmenschen die Augen öffnen und die Welt retten will. Viel zu viel dreht sich überall allein ums Geld, wir wachsen uns zu Tode – etwa so lautet die Botschaft. „Bisher ist jedes Jelly-Jam-Album anders ausgefallen als sein Vorgänger”, sagt Ty Tabor. „Bei ‘Shall We Descend’ hatten wir unseren Sound gefunden – düsterer als zuvor, und wie wir meinen unverwechselbar. Um noch eine Schippe draufzulegen, haben wir diesmal zunächst wesentlich stärker experimentiert und dann deutlich mehr Material aufgenommen, als wir eigentlich brauchten. ‘Profit’ folgt einem Sinn und Zweck, dementsprechend haben wir die Stücke letztlich ausgewählt. Das Album ist keine zusammengewürfelte Sammlung einzelner Songs, sondern ein Gesamtkunstwerk, das den Hörer auf eine musikalische Reise mitnimmt.”

The Jelly Jam – Care (Profit) 2016 GERMANY

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