Alanis Morrisette – Havoc And Bright Lights: Gutes muss nicht immer laut sein.

Es solchen Pop und es gibt Alanis

Es gibt einen Unterschied zwischen Musik die ich nicht mag, weil sie schlecht gemacht ist und Musik, die mir einfach so nicht gefällt. Von beidem gibt es eine ganze Menge. Speziell Popmusik ist für mich häufig… sagen wir mal “grenzwertig”. Ich gehöre halt nicht in die klassische Zielgruppe der Popmusik. Trotzdem gibt es hin und wieder Popsongs, die ich toll finde, weil sie auf ihre Art besonders sind, oder weil ich einen ganz bestimmten Song mit einer für mich besonderen Situation verbinde. Ich sage nur: “Living In A Box” und “The Way You Make Me Feel”. Und jetzt kommt Havoc And Bright Lights.

Vor einiger Zeit hörte ich “Guardian” vom Album “Havoc And Bright Lights” von Alanis Morrisette. Das wird jetzt den Einen oder Anderen etwas verwundern, aber ich mag diesen Song seit der ersten Minute. Ich kann nur beim besten Willen nicht sagen, was genau mich an diesem Song getriggert hat. Um das herauszufinden, habe ich mir das Album bestellt. Ja, das Album ist genau das, was drauf steht: Alanis Morissette. Der Name ist Programm.

Havoc And Bright Lights

Havoc And Bright Lights ist auf seine Art genau die Musik, die jeder irgendwie von der aus Kanada stammenden Alanis Morissette erwartet. Die Songs sind hervorragend arrangiert und eingespielt. Aber es ist eben nicht nur das Technische, das Handwerkliche, das mich an diesem Album fasziniert. Das Album ist von vorne bis hinten glaubwürdig. Sagte ich schon, dass es unfassbar gut gemacht ist? Nein? Gut. “Havoc And Bright Lights” ist unfassbar gut gemacht. Neben der technischen Perfektion schafft es Alanis Morissette mit ihrer Stimme der Musik Ausstrahlung und Charakter zu geben, wie es nur wenige Musiker können. Das Album wirkt ganz leicht, schwebend, flüchtig, “mal eben so dahin gesungen”, aber genau das ist das Album nicht. Jeder Song des Albums entfaltet seine ganz eigene Wirkung, wenn man bereit ist, sich auf die Musik einzulassen und ihr zuhört.

Insgesamt ist “Havoc And Bright Lights” so gut gemacht, dass es mir schwer fällt auszudrücken, was mir an diesem Album im Detail gefällt. Ich glaube, es ist die Stimmung, die das Album bei mir auslöst. “Guardian” ist ohne Zweifel ein ganz besonderes Lied, das leider zurzeit im Radio deutlich überpräsent ist. Dieses Stück ist aber nicht der einzige hörenswerte Song auf “Havoc And Bright Lights”. “Woman Down”, “Celebrity”, “Lens”, “Spiral”, “Numb” und auf jeden Fall “Havoc” sind meine Highlights des Albums. Und was soll ich sagen? Ich finde es einfach nur schön.

Alanis Morissette – Havoc And Bright Lights ist am 24.08.2012 bei Columbia SevenOne / Sony erschienen.

Webseite der Künstlerin: http://www.alanis.com/

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