Black Stone Cherry – Black To Blues

Blues und Rock aus Kentucky

Vor anderthalb Jahren erschien das Album Kentucky, mit dem Black Stone Cherry eine Neuausrichtung der eigenen Musik und eine Rückbesinnung auf das Ursprüngliche gelang. Vielleicht ging der Band die Rückbesinnung auf die Wurzeln nicht weit genug, vielleicht fiel der Band während der Entstehung von Kentucky auf, dass die Band noch weiter in diese Richtung vorstoßen sollte. Egal was die Gründe und Ursachen sind, Black Stone Cherry bringt jetzt eine sechs Songs umfassende EP heraus, die den Titel – Nomen es Omen – Black To Blues trägt.

Black Stone Cherry haben sich schon immer hingebungsvoll mit Cover-Versionen auseinandergesetzt und ihre Fans stets an der Musik teilhaben lassen, die diese Band zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Zu den Vorbildern gehören unbestreitbar Led Zeppelin, Hendrix, AC/DC, Motörhead, Willie Dixon, Johnny Cash, Joe Walsh, Muddy Waters und viele mehr. Black To Blues ist insofern nicht überraschend, dass es Cover-Versionen enthält. Es ist überraschend, dass diese EP ausschließlich aus Cover-Versionen besteht.

Black To Blues

Black Stone Cherry widmet sich hingebungsvoll dem Blues. Der Blues-Rock, den die Band zum Besten gibt, ist erdig, rau und sehr ursprünglich. Die eigene Handschrift der Band bei allen Songs ist sehr eindeutig. Was mich allerdings sehr verblüfft hat, wie intensiv diese eigene Handschrift gerade bei dieser EP zutage tritt. Jeder, der bis heute nicht völlig blind durch die Musikgeschichte gelaufen ist, kennt Built For Comfort (Willie Dixon), selbst in einer nicht so dominant Blues-affinen Gegend wie Deutschland.

 
Die Band versucht nicht etwa zu einer Blues-Band zu werden und nah an den ursprünglichen Versionen zu bleiben. Vielmehr spielt sie auf Grundlage der Originale genau die Musik, zu der sie durch diese Musik inspiriert wurde. Mal mehr, mal weniger nah dran am Blues rocken die vier Jungs aus Edmonton hemmungslos lässig und intensiv los. Die Atmosphäre ist eher die einer Jam-Session, hat einen freien, ungezwungenen Charme, der an Party und Geselligkeit erinnert und beim Zuhören jeden abholt.

Die kräftige, erdige und durchaus dunkle Energie wird mit energetischen, stampfenden Rhythmen transformiert. Das Gitarrenspiel offenbart das ganze virtuose Potential der Band. Die Jungs bleiben drücken den Klassikern ihren Stempel auf, ohne die Originale zu vergewaltigen. Vielmehr gelingt es der Band authentisch zu vermitteln, dass dies die Musik ist, die schon immer ein Teil der Band war und wohl auch bleibt, auch wenn das auf ihren Alben selten deutlich wird. Nach Kentucky ist Black To Blues ein herausragendes Werk, mit dem Black Stone Cherry belegt, dass sie nicht nur „so tun als ob“, sondern es wirklich drauf haben.

Black Stone Cherry – Black To Blues erscheint am 29.09.2017 bei Mascot Label Group / Rough Trade

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Black Stone Cherry – Black To Blues teaser

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