Daft Punk – Random Access Memories

Acht Jahre liegen zwischen Human After und dem jetzt veröffentlichten, vierten Studioalbum Random Access Memories. Dazwischen spielten Daft Punk noch ein Live-Album und den Soundtrack Tron: Legacy ein, den ich sehr gelungen fand. Besonders nach dem 2011 herausgebrachten Remix-Album Tron: Legacy Reconfigured war ich sehr gespannt auf das neue Werk der beiden Franzosen, die mich schon damals, als wir alle noch jung waren, mit “One More Time” und “Around The World” für sich gewonnen haben. Und natürlich das unvergessliche “Harder, Better, Faster, Stronger”.

Random Access Memories ist entspanntes, seichtes Easy Listening, das mich schön an Strand, Bar, Cocktails, Bikini und Sonnenuntergang erinnert. Das Album ist lässig und unkompliziert und trotzdem komplex, dicht und in sich schlüssig. Ihrer Kreativität haben Guy-Manuel und Thomas viel Freiraum gelassen. Auch technisch ist das Album top, eindeutig oberste Liga. Qualitativ braucht sich die Musik nicht zu verstecken. Das Resultat sind einige wirklich schöne, wegweisende Stücke. “Contact”, zum Beispiel ist ganz weit vorne. “Get Lucky” ist vielleicht ein neues, zeitgemäßes “One More Time”.

Random Access Memories ist sehr dezent und anschmiegsam. Harte Kanten und Powerbeats sucht man hier vergebens. Das Album ist toll gemacht und hat echte Highlights, aber es ist eher kein Partyalbum. Zum Abtanzen eignet es sich nicht. Daft Punk liefern mit diesem Album ein Werk ab, das eher genau das Gegenteil von z. B. Juno Reactor ist. Das Album ist astreine Loungemusik, perfekte Hintergrundmusik, die irgendwie immer passt, gute Laune verbreitet und super entspannt ist.

Daft Punk – Random Access Memories ist erschienen am 17.05.2013 bei Sony Music

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