Day Wave – Headcase / Hard to Read: Dynamisch und entspannend

Bevor Jackson Phillips im Herbst sein Debütalbum veröffentlicht, schickt er eine Doppel-EP voraus. Unter seinem Künstlernamen Day Wave veröffentlicht er “Headcase / Hard to Read”, das einen ausgiebigen ersten Vorgeschmack auf das kommende Album geben soll. Seine Heimat Kalifornien hat einen gewissen Einfluss auf seine Musik. Wer ungezwungenen, lockeren Indie Pop mag, der mal klassisch, mal elektronisch instrumentiert eingespielt wurde, kommt hier voll auf seine Kosten.

Der aus Oakland stammende Jackson Phillips alias Day Wave ist zwar ein Newcomer in der Szene, spielt aber doch schon auf wie einer der Großen. Während in letzter Zeit oft Newcomer in diesem Genre manchmal unfreiwillig nach Lo-Fi Hobbykeller klingen, klingt Day Wave deutlich satter, professioneller. Die Melodien haben echte Ohrwurmqualitäten und klingen ungezwungen, locker und dynamisch ungezwungen.

Headcase / Hard to Read

Mit Headcase / Hard to Read zeigt Day Wave eine interessante Vielseitigkeit, die auf der einen Seite von komplexeren Strukturen wie zum Beispiel bei “Stuck”, über saubere Gitarrenarbeit bis hin zu zuckergussartigen Chorus-Synthie-Kombinationen ist für jeden etwas dabei. Phillips klare Stimme trägt sehr zur Gesamtwirkung der Songs bei, erinnert mich manchmal ein wenig an 80er Jahre Pop, im positiven Sinne.

Mir gefällt besonders, dass Day Wave – Headcase / Hard to Read vermeidet mit Superlativen um sich zu werfen oder dem letzten, neuesten Hype hinterher zu hecheln. Stattdessen besinnt sich das Album auf bewährte Wurzeln und auch einen Bauplan, der den Hörer weder überfordert noch einschläfert. Entspannte Musik, schön dynamisch. Zwar nicht die Neuerfindung des Rades, aber doch gut gemacht und durch nette Spielereien aufgepeppt.

Day Wave – Headcase / Hard to Read ist erschienen am 11.03.2016 bei [Pias] / Fat Possum / rough trade

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