Sebastian Fitzek – Noah: Lesung in Oldenburg

Wenn Fans einen Autoren feiern wie einen Rockstar, ist das eine Seltenheit, es sei denn, er heißt Sebastian Fitzek: für ihn ist das normal. Als derzeit erfolgreichster deutschsprachiger Autor, der in mehr als 24 Sprachen übersetzt und mit millionenfacher Auflage international verlegt wird ist ihm gelungen, wovon andere träumen. Der Jurist und Firmenberater, der mal Tierarzt, Tennisspieler und Schlagzeuger werden wollte, schreibt heute Thriller. Am 15.02.2014 war er in Oldenburg und stellte zusammen mit der Band Buffer Underrun sein aktuelles Buch “Noah” vor.

Der Verlag über das Buch: “Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat.

Sebastian Fitzek liest in der ausverkauften Aula der Cäcilienschule vor mehr als 600 Gästen aus seinem Buch. Begleitet wird er von der Band Buffer Underrun, die zu seinem Buch den Soundtrack spielt, den Soundtrack zum Kino im Kopf, wie er es nennt. Die Stimmung ist toll, die Gäste hängen an seinen Lippen. Zwischen den drei Leseblöcken stellt er das Kernproblem des Buches, die Überbevölkerung und die damit zusammenhängenden Problem plastisch dar. Ein Foto einer Zuschauerin wird zum Inhalt einer Animation, mit der die Anzahl der (theoretischen) Geburten während der Dauer der Lesung darstellt. Fitzek berichtet davon, wie die Recherche zu Noah sein Leben und sein Bewusstsein verändert hat.

Fitzek hebt nicht den moralischen Zeigefinger. Er fordert nicht, er evangelisiert nicht, er berichtet und verdeutlicht. Er verdeutlicht, wie die seltsam abstrakten Zahlen zustande kommen, die wir heute häufig hören, wie zum Beispiel die rund 15.000 Liter Wasser zusammen kommen, die ein Kilo Rindfleisch verbraucht, aber auch, wie das wieder mit dem Energieverbrauch zusammenhängt. Er macht es anschaulich und er benutzt eine einfache, leicht verständliche, bildhafte Sprache und erreicht damit jeden. Wie gebannt hängen alle an seinen Lippen.

Der Soundtrack, den die Band Buffer Underrun spielt, ist gefällig. Die angenehme, moderne Musik ist irgendwo zwischen Ambient und Elektro-Rock angesiedelt, holt Zuhörer jeden Alters ab und untermalt die von Fitzek gelesenen Kapitel stimmungsvoll. Die Band lässt es sich nicht nehmen, Autor, der auch leidenschaftlicher Schlagzeuger ist, für einen Song einzuspannen. Das Publikum ist begeistert, die Stimmung ausgelassen und fröhlich und passt doch so gar nicht zu den Fragen und Texten, die Fitzek bearbeitet und vorstellt.

Die Show war klasse. Die Aula der Cäcilienschule Oldenburg ein überraschend gut geeigneter Veranstaltungsort. Licht und Sound waren toll, wenn auch manchmal die Lautstärke knapp am “zu Laut” entlangschrammte – aber das ist “meckern auf ganz hohem Niveau”. Nach fast zwei gelungenen Stunden beendet Sebastian Fitzek die Lesung und stellt sich seinen Fans zur Signierstunde zur Verfügung. Kaum einer der Gäste lässt sich diese Gelegenheit entgehen, weshalb die Veranstaltung erst nach 0:30 Uhr nachts endet und die letzten Gäste angeregt plaudernd nach einem schönen und geselligen Abend in die Nacht entschwinden.

Sebastian Fitzek – Noah ist erschienen am 20.12.2013 bei Bastei Lübbe

Webseite von Sebastian Fitzek: http://www.sebastianfitzek.de/

Buffer Underrun auf Facebook: https://www.facebook.com/BufferUnderrun

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