Hart: Saviours – Palace of Vision

Es gibt Zeiten, da steh ich voll auf Metal. Nicht immer, aber manchmal reißen einen halt nur harte, schnelle Gitarrensoli so richtig nach oben. Deswegen höre ich mir viel aus dem Bereich Heavy Metal interessiert an, auch wenn ich der erste bin, der zugibt, dass ich mich in den ganzen Stilarten des Metals – Speed, Death, Black, Doom, Trash, Nu, und so weiter und so fort – gerne mal verirre. Als also das die Neuerscheinung Saviours – Palace of Vision bei mir landete, war ich deswegen interessiert.

Die Saviours sind eine Band, die als „Heavy-, Doom- und Stoner Metal“ eingestuft werden. Soweit interessant. Gegründet 2004 in Kalifornien haben bislang vier Alben, zwei Singles und zwei EPs herausgebracht. Saviours – Palace of Vision ist damit das fünfte Studioalbum in ihrer Diskographie und erscheint vier Jahre nach dem letzten Album Death’s Procession.

Saviours – Palace of Vision holt einen schon beim ersten Track ab – The Mountain beginnt langsam, mit tiefen Tönen, eine einsame Gitarre, der sich dann Bass und Schlagzug hinzugesellen, und eine halbe Minute düstere, unheilvolle Stimmung aufbauen, bis der volle Sound von Saviours aus den Boxen förmlich explodiert. Schnell, hart, laut. Der Gesang in Shouts, aber nicht growled, und das zieht sich durch die gesamte Länge von 42 Minuten des Albums – außer bei Cursed Night, dem Instrumental-Stück des Albums.

Die neun Songs auf dem Album sind abwechslungsreich, variieren in Tempo – okay, sie variieren meistens in verschiedenen Spielarten von „schnell“ – und immer wieder auch im Stil. Zum Teil klingt 80er-Jahre-Heavy Metal durch, dann wieder eher Doom-lastige Klänge. Saviours – Palace of Vision ist ein gutes Album, wenn man es hart mag – trotzdem Wert auf melodische Klänge legt.

Saviours – Palace of Vision ist am 30.10.2015 bei Listenable Records/Edel erschienen.

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