Jochen Distelmeyer – Songs From The Bottom Vol. 1

Jochen Distelmeyer covert

Jochen Distelmeyer folgt mit seinem neuen Album „Songs From The Bottom Vol. 1“ seiner Lesereise. Anfang 2015 erschien sein Roman „Otis“ (Rowohlt-Verlag), eine Odyssee im Berlin von heute. Sein Buch stellte er dem Publikum in Manier eines Singer-Songwriters vor: Gitarre und Gesang. Die Lieder, die er bei seinen Lesungen spielte, bezogen sich auf die Handlung des Buches. Es waren Annäherungen an fremdes Terrain, Blicke über den Zaun.

Für Jochen Distelmeyer ist die Konstellation Gesang – Gitarre nicht ungewöhnlich, denn bei Blumfeld, von wo ihn die meisten kennen werden, war er Sänger und Gitarrist. Ungewöhnlich, um nicht zu sagen unerwartet ist allerdings, was er auf Songs From The Bottom singt und spielt. Ich habe mit einem Album gerechnet, das der Tradition von Blumfeld folgt, mit kritischen Texten – und lag voll daneben.

Songs From The Bottom Vol. 1

Jochen Distelmeyer – Songs From The Bottom ist ein Coveralbum, auf dem er, begleitet von Gitarre und Klavier, Popsongs interpretiert, die ihm wichtig sind – daher auch der Titel: „from the bottom of the heart“. Gefühlvoll ist das Album, manchmal beinahe plüschig. Ein Album, das entspannt. Die akustische Musik ist angenehm unaufgeregt, gibt den interpretierten Songs eine bemerkenswerte Wendung.

Roundtrip mit einem Hauch Lagerfeuerromantik

Das Album ist eine Rundreise durch viele Jahrzehnte der Popmusik, Klassiker und Songs, die immer wieder irgendwo auftauchen: „Let’s Stay Together“ (Al Green, 1971), „Bitter Sweet Symphony“ (The Verve, 1997), „Pyramid Song“ (Radiohead, 2001) beispielsweise. Jochen Distelmeyers Herangehensweise ist nicht immer „nah“ am Original, sondern betont die Einfachheit, den Minimalismus. Gerade das Fehlen großer Soundeffekte, die Abkehr von breit aufgestellter Performance, lässt die Songs eine ganz andere Wirkung entfalten, gibt ihnen Raum.

Jochen Distelmeyer – Songs From The Bottom Vol. 1 präsentiert Popmusik in einer Atmosphäre, die zeigt, dass im Kern der Songs mehr steckt, dass sie mehr sind, als nur ein großer, fehlgeleiteter Hype. Er konzentriert sich auf das, was die Songs auszeichnet, auf Gefühl und Stimmung. Seine bemerkenswert vielseitige Stimme passt hervorragend zu den Songs. Auch wenn mir nicht jede seiner Versionen „besser“ gefällt als die Originale, sind sie doch eine hörenswerte Hommage an die Popmusik und die Feststellung, dass „Pop“ nicht immer gleichbedeutend ist mit „Ramsch“.

Jochen Distelmeyer – Songs From The Bottom Vol. 1 ist erschienen am 12.02.2016 bei Sony Music

Webseite von Jochen Distelmeyer: http://jochendistelmeyer.de/

Aktuelle Tourdaten:

04.03.16 Chemnitz | Atomino
05.03.16 Dessau | Kurt Weill Fest, Beatclub
06.04.16 Dresden | Groove Station
07.04.16 Bremen | Lagerhaus
08.04.16 Magdeburg | Moritzhof
09.04.16 Hamburg | Knust
12.04.16 Essen | Zeche Carl
13.04.16 Bielefeld | Forum
14.04.16 Frankfurt | Brotfabrik
15.04.16 München | Volkstheater
16.04.16 Augsburg | Kantine
18.04.16 Düsseldorf | Zakk
19.04.16 Heidelberg | Karlstorbahnhof
20.04.16 Köln | Gebäude 9
21.04.16 Hannover | Lux
23.04.16 Stade | Hanse Song Festival
10.05.16 Braunschweig | Brunsviga
11.05.16 Berlin | BiNuu
13.05.16 Rostock | Zwischenbau
19.05.16 A – St. Pölten | Cinema Paradiso
20.05.16 A – Ebensee | Kino
21.05.16 A – Wörgl | Astnersaal
22.05.16 A – Feldkirch | Theater am Saumarkt
25.05.16 A – Salzburg | Rockhouse
28.05.16 Husum | Speicher

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