Bushfire im Cadillac, unterstützt von Hyne und High Fighter

Drei Bands aus Deutschland mit teilweise internationaler Besetzung traten an, Oldenburg ihre Musik nahe zu bringen. „Ordentlich was auf die Ohren“ sollte es geben. Bushfire reiste an aus Darmstadt, Hyne und High Fighter aus Hamburg gaben Support. „Irgendwas mit Rock“ – soviel wussten wird. „Schon was heftiger“, meinte Sam, Veranstaltungshäuptling des Abends vorab zu uns. Nun gut, Rock mögen wir, gerne auch griffigen Rock und bei drei Bands… „Da wird schon irgendwas dabei sein, was uns gefällt.“, dachten wir uns.

Zusammen mit einer recht großen Horde Musikbegeisterter erwarteten wir die Auftritte. High Fighter mit der vor Energie strotzenden Frontfrau Mona machten den Anfang. Sie und ihre Jungs bewiesen, dass auch eine Rockband mit Frontfrau nach vorne losgehen kann, was ja in manchen Kreisen noch immer gerne angezweifelt wird.

Die kurze Umbaupause wurde vom Publikum genutzt, um die Bar den Hunnen gleich zu überfallen. Mit bewundernswerter Ruhe und Gelassenheit schaffte es das Personal, alle Wünsche in verblüffend kurzer Zeit zu erfüllen. Selbst wir bekamen noch was ab, und wir hatten uns wirklich ganz hinten angestellt.

Hyne (gesprochen „Hüne“ und nicht „Hein“ oder „Heine“ oder gar „Heini“, wie wir im Interview mit der Band vorher gelernt hatten) übernahmen. Die Band um Frontmann Koschelski gab von Anfang an Gas und machte das gerne mal etwas verklemmte Oldenburger Publikum locker. Es gab erste Tanzeinlagen im Publikum zu sehen, das zufrieden zur Musik mitwippte und -nickte. Hyne hatte mit seiner spritzigen Mischung aus verschiedenen Rock-Stilen den Geschmack getroffen.

Eine weitere Umbaupause (inklusive vom Personal mustergültig bewältigter Theken-Invasion) später betraten… nein, das stimmt so nicht. Bushfire „betraten“ nicht die Bühne. Sie nahmen sie in Besitz. Angeführt vom charismatischen über-zwei-Meter-Hünen Bill gab es locker zwei Stunden lang emotionalsten Stoner-Psychedlic-Rock der Extraklasse. High Fighter und Hyne waren, jede Band für sich, den Konzertbesuch bereits locker wert gewesen, aber was Bushfire zum Besten gaben, war grandios.

Eine Show, die alles hatte

Publikum, das völlig aus dem Häuschen ist, Publikum, dass sich auf Kommando des Sängers geschlossen(!) auf den Boden setzt, um einen Song zu genießen, Publikum, das mit der Band feiert, Publikum, das ergriffen lauscht, Publikum, das die Band frenetisch feiert. Die Band rechtfertigte all das – und mehr. Das Publikum fraß Bill im wahrsten Sinne des Wortes aus der Hand, hing an seinen Lippen und sang nach Kräften mit. Bushfire ließen es sich nicht nehmen, das Publikum während des Konzerts immer wieder mit in die Songs zu integrieren, die Songs zu erklären und auf Sonderwünsche einzugehen.

Vier Zugaben musste die Band geben, bevor sie nach bestimmt zwei Stunden Konzert abgekämpft unter dem Jubel der Menge die Bühne verließen. Es dauerte noch bis tief in die Nacht, bis sich das Cadillac endlich geleert hatte. Es war ein toller Abend, der uns eine Menge Freude und vielleicht auch Freunde beschert hat. Wir freuen uns jedenfalls sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit allen drei Bands, egal wann, egal wo.

Vielen Dank an Bushfire, High Fighter und Hyne für einen tollen Abend, den wir sehr genossen haben, tolle Gespräche, interessante Eindrücke und die Gelegenheit, Euch interviewen zu dürfen. Auch dem Cadillac sei auf diesem Wege ausdrücklich für diesen Abend gedankt, den wir gerne und lange in Erinnerung behalten werden.

Bushfire im Cadillac

Webseite High Fighter: http://www.highfighter.de/

Webseite Hyne: http://hyne3000.de/

Webseite Bushfire: http://www.bushfiremusic.com/

Webseite Cadillac Oldenburg: http://www.oldenburg.de/de/microsites/cadillac.html

Fotos: Frank / Sascha / Steffi

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