Echo Bloom im Litfaß

Montag, Konzerttag

Montag. Ausgerechnet Montag. Montage erfreuen sich nicht nur bei bei uns nicht unbedingt größter Beliebtheit. Zu häufig gehen Montage fürchterlich schief. Doch ausgerechnet an einem solchen Wochentag wollen uns Echo Bloom in der Eckkneipe Litfaß eines Besseren belehren. Wir packen das „kleine Gepäck“ ein und harren der Dinge, die da auf uns zukommen werden.

Echo Bloom im Litfaß

Als erstes sind wir viel zu früh da. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn die zapfen im Litfaß ein hervorsagendes Bier – Staropramen. Das ist lecker und so kann man schon mal eine Weile abwarten. Zu entdecken gibt es auch einiges. Zwar ist das Litfaß im Wortsinne eine „Eckkneipe“, denn das Gebäude ist ein Eckhaus. Aber bei „Eckkneipe“ denkt jeder an ein eher übersichtliches, eher düsteres, oft ebenso muffiges wie verwinkeltes Stück Gastronomie aus dem letzten Jahrhundert. Das Litfaß jedoch ist nichts davon. Es ist sehr groß, hat Biergarten, Wintergarten und großen Nebenraum, Kickerzimmer. Da ist mehr zu entdecken, als man von außen erwartet oder auch nur ahnt.

Als Echo Bloom dann die funktionale Bühne entern, ist das Litfaß angenehm gefüllt und die Stimmung ist gut. Die Musik der aus Brooklyn, New York, stammenden Band treffend zu beschreiben, fällt nicht leicht. Sie selbst beschreibt ihre Musik als „orchestralen Folk“. Folk, können wir bestätigen, dazu einen guten Schubs Rock, Soul und vielleicht auch etwas Blues und Country. „Amerikana“ fasst den Stil der Band vielleicht etwas greifbarer zusammen. Mit ihrem Debut-Album „Jamboree“ und dem Album „Blue“ 2015, hat das Quartett die Messlatte hoch gelegt und ein neues Album Red ist für Ende des Monats angekündigt.

Entspannt, atmosphärisch, dicht

Entspannt spielte die Band, zog sofort die Zuschauer in ihren Bann. Mit unvergleichlichem Charme brachten Echo Bloom ein typisch amerikanisches Musik-Flair ins Litfaß. Hier eine Ahnung von Prärie, da ein Hauch von Südstaaten. Mal melancholisch, mal rockig. Doch, das passte gut zum Bier und machte wirklich Spaß. Die Performance der Band war bemerkenswert gut und die Stimmung dicht, beinahe eindringlich. Sich dem Charme der Band zu entziehen, ist nahezu unmöglich und so hatten auch alle sichtlich Spaß am Konzert der Band.

Der Live-Auftritt war auf jeden Fall klasse, mit einer ruhigen und trotzdem eindringlichen Show. Der Wechsel zwischen an Sprechgesang erinnernde Passagen und harmonische instrumentale Melodien fesselte das Publikum. Jedes Lied anders und eine echte Überraschung. Keine Musik zum auf den Tischen tanzen, sondern zum davonfliegen, träumen, entschweben. Es war ein genussvoller Abend in schönem, ansprechendem Ambiente und wer es verpasst hat, wird voraussichtlich im August wieder eine Chance erhalten, Echo Bloom im Litfaß zu erleben.

Offizielle Webseite von Echo Bloom (Facebook)

Offizielle Webseite des Litfaß Oldenburg (Facebook)

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Echo Bloom – Operator

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