Lapko: Feiner Finnischer Rock

Die Band Lapko war mir unbekannt. Was vielleicht mit daran liegt, dass es Finnen sind, aus einer Stadt namens Harjavalta – die ich auch nicht kenne. Das ist aber auch die einzige plausible Ausrede, die mir grade einfällt, denn ich bekam heute das neue Album „Freedom“ von Lapko in die Finger – und ja, man merkt, dass da keine Frischlinge am Werk sind, die Gruppe hat bereits fünf Alben vorher geschaffen. Da drang auf einmal richtg gut hörbarer, mitreissender Rock aus meiner Anlage.

Lapko ist gelistet als „Alternative Rock“, und auch wenn das sicher stimmt, ist da noch viel mehr mit drin, als draufsteht. Streckenweise etwas Stoner Rock klingt durch, manchmal fast poppige Klänge, manchmal etwas Indie-Rock – das Album ist abwechslungsreich, ohne dabei verkopft zu sein. Man kann es sich anhören und im Sessel geniessen, oder im Hintergrund laufen lassen, wenn man in Gesellschaft ist – ja, ausdrücklich auch in weiblicher Gesellschaft.

Faszinierend ist schon die Stimme des Sängers Ville Malja, der zum Beispiel im Song Back In Fashion fast weiblich klingt – bei Black Corridor dann aber wieder sehr maskuline, tiefe Passagen bietet – beim ersten Anhören habe ich mich tatsächlich gefragt, ob da die Vocals gewechselt wurden. Aber nein…

Auch wenn auf Freedom mehrere Stücke sind, die mir sehr gut gefallen, ist Black Corridor mein Lieblingsstück darauf – Lapko präsentieren da mehrere Tempowechsel, die das Lied sehr intensiv, sehr mitreissend machen, und mich immer wieder aufhorchen lassen. Ja, der Song fasziniert.

Lapko – Money for Nothing

Auf der Scheibe, die auch als Vinyl erhältlich ist, sind zehn Tracks vertreten mit einer Gesamtspieldauer von fast 35 Minuten energiegepackten Alternative Rocks – und mehr.

Das Album „Freedom“ von Lapko wurde am 15. Mai 2015 bei Sony Music veröffentlicht.
Facebook: Lapko

Trackliste:

  1. Geeky Moron
  2. Money For Nothing
  3. Rave In Peace
  4. No Hate Without A Heart
  5. Run Boy Run
  6. Back In Fashion
  7. Black Corridor
  8. Bug Chaser
  9. Brave Hands
  10. Death Grip
Besetzung:
Anssi  Nordberg -­‐ Bass
Ville  Malja -­‐ Vocals&Guitar
Janne  Heikkonen -­‐ Guitar
Jussi  Matikainen -­‐ Drums

KEINE KOMMENTARE