Less Than 4 – By Blood By Heart

Für den Anfang schon nicht schlecht

Mir ging die Tage das Debütalbum „By Blood By Heart“ der aus Schweden stammenden Band Less Than 4 zu. Die Jungs sind noch jung (18, 19 und 15), entsprechend erfrischend und ambitioniert rockt ihre Musik. Beim ersten Hören erinnert mich das Album frappierend an den Glam-Rock von Def Leppard und Van Halen. Für den glaubhaften Biker-Kneipen-„Noch eins, Susi!“-Hardrock fehlt noch der Charakter, die Kante, das Kehlige. Sie sind eben noch jung. Was dem Gesang vielleicht fehlt, haben die Jungs an den Instrumenten dafür umso mehr drauf. Furios langen die drei zu, dass es nur so kracht. Das Album macht rundherum Spaß.

Das Album ist sehr professionell produziert und genau das ist mein Problem mit der Scheibe: „By Blood By Heart“ hat keine Ausreißer, weder im Guten noch im Schlechten. Dadurch wird die Musik austauschbar und am Ende klingt die Band Less Than 4 nach allem und jedem, aber nicht nach sich selbst. Das Album langweilt mich zwar nicht zu Tode, aber es haut mich eben auch nicht aus den Latschen. „By Blood By Heart“ ist irgendwie zu… zu… glatt. Das Album fetzt, da gibt es kein Vertun, aber das Album fetzt mit angelegtem Sicherheitsgurt und striktem Tempolimit. Schade. Less Than 4 haben eine Menge Potential, von dem sich einige Bands, die ich während dieses Spätzündersommers gehört habe, eine dicke Scheibe abschneiden sollten.

Less Than 4 – By Blood By Heart erscheint am 31.08.2012 bei Sound Pollution / Black Lodge (rough trade)

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