Mandowar – Hellboys From Cow

Bei “Mandowar” dachte ich erst an einen Druckfehler, aber “Hellboys From Cow” machte die Sache klar: Kein Druckfehler. Wenn Du drei Leute mit überraschend kleinen Instrumenten auf der Bühne siehst und König der Löwen hörst, dann stehen die Chancen gut, dass Du auf einem Konzert von Mandowar bist. Mit Mandoline, Gitarre und Ukulelen-Bass tritt das Trio an, große Rock– und Metalsongs zu interpretieren, so verrät mir der Pressetext.

Eine Augenbraue hochgezogen sehe ich mir die Sache näher an. Engel? Master of Puppets? Okay… Kashmir? Holy Diver? Was zur… Wish You Were Here?! Und das alles mit Mandoline? Janee, isklar. Etwas zweifelnd werfe ich den Player an und fummele nebenher noch etwas an der Technik rum, als mir mit “Alexander Strack” eine ehrlich witzig gemachte, beeindruckend gespielte Interpretation von AC/DC – Thunderstruck entgegenschallt. Ich bin fasziniert. Die Band kann was. Mandowar entpuppt sich als der Geheimtipp des Tages.

Spätestens bei “Holy Diver” hören auch meine Nachbarn von gegenüber gute Musik. Die Interpretationen aller Stücke sind liebevoll und mit viel Liebe zum Detail gemacht und gekonnt eingespielt. Das Westernflair, dass Mandowar den Songs verpasst, ist überraschend stimmig und authentisch. Tatsächlich fühlen sich die Songs der Band nicht nach “Cover” an, sondern nach eigenen Versionen, die absolut hörenswert sind.

Überzeugt hat mich die Band aus Wetzlar nicht wegen der Songs, die sie interpretiert hat, sondern wegen der deutlich spürbaren Liebe zur Musik. Die Jungs wollen sich nicht über die Songs oder ihre Schöpfer lustig machen, sondern deren Meisterwerke auf ihren eigenen Stil adaptieren und ihnen so einen anderen Drive, eine andere Geschmacksrichtung verleihen. Spätestens bei “Kashmir” hatte mich Mandowar endgültig für sich gewonnen, weil diese Version so erfrischend einzigartig vorgetragen wird.

Mandowar – Hellboys From Cow ist ein wundervolles Album. Mit unendlich viel Herzblut spielt die Band großartige Versionen der ganz großen Songs. Spätestens bei der unvergleichlich geil groovig-swingenden Version von “Radar Love”, die nach hinten hin richtig auf macht, wird klar, wieviel Liebe zur Musik in der Band steckt. Darum bereitet es auch so viel Freude, der Band zuzuhören. Ich bin wirklich sehr gespannt darauf, die Band demnächst live erleben zu dürfen.

Mandowar – Hellboys From Cow ist erschienen am 12.06.2015 bei Singalongsongs

Offizielle Webseite von Mandowar (bei Facebook)

Tourdaten 2015 / 2016

07.11.2015 Rottenburg // The Celtic Inn
21.11.2015 Schlitz // Musikpub
28.11.2015 Oldenburg // Tränke
05.12.2015 Ewersbach // Alte Brauerei
11.12.2015 Wetzlar // Irish Inn
19.12.2015 Göttingen // Exil
16.01.2016 Schwalmstadt // Rock WM
13.02.2016 Gießen // Jokus
19.03.2016 Wasenberg // MSC
24.06.2016 Kopenhagen // Copenhell
25.06.2016 Kopenhagen // Copenhell
02.07.2016 Harvesse // Reitschule Mauersberger
03.07.2016 Lautertal // Felsenmeer Festival

KEINE KOMMENTARE