Mars Red Sky – Apex III (Praise for the Burning Soul)

Ein Apex, ein Höhepunkt, im whrsten Sinne des Wortes

Schon die erste gesungene Strophe des dritten Albums von Mars Red Sky – Apex III (Praise for the Burning Soul) macht klar, dass Kontinuität ganz weit oben auf der Agenda der Band steht: Sie baut eine unmissverständliche Brücke zur Anfang 2016 veröffentlichten EP Providence. Der Opener „(Alien Grounds)“ ist Wegbereiter des namensgebenden „Apex III“ und jene erste gesungene Strophe „Sapphire vessel gaining speed“ ist eine direkte Referenz auf den letzten Song der vorangegangenen EP Providence.

Apex III

Fahrt aufnehmen, die Reise richtig beginnen, ist eine treffende Vorwegnahme des Albums. Die Franzosen betreten Neuland, erkunden ausgiebig neue musikalische Territorien, bleiben sich dabei im Kern selbst treu. Mars Red Sky klingt noch immer nach Mars Red Sky, geht auf dem eigenen Weg weiter. Bemerkenswert ist, wie sich die einzelnen Teile im Laufe des Albums zusammenfügen, zueinander finden, zu einem bemerkenswert homogenen Ganzen zusammenwachsen.

Das geschieht nicht zufällig oder ausversehen. Die Band arbeitet bewusst mit verschiedenen Ansätzen und Stilmitteln. Mars Red Sky – Apex III (Praise for the Burning Soul) bedient sich seiner Werkzeuge zurückhalten, beinahe subtil. Die erneute Zusammenarbeit mit Gabriel Zander zusammen mit Jacob Dennis in den Cryogene Studios führte zu einem Album, das in Hinblick auf das bisher geleistete herausragt. Im direkten Vergleich verblasst das damals (2011) bereits bemerkenswerte Debütalbum „Mars Red Sky“.

Mars Red Sky im StudioApex III (Praise for the Burning Soul) ist in vielerlei Hinsicht progressiv. Es ist für die Band ein wahrer Meilenstein der Weiterentwicklung, die sich auf diesem Album selbstbewusst zutraut, psychedelischen Stoff wuchtiger anzugehen und ihn gleichzeitig mit Progressive Rock zu vermischen. Das daraus resultierende Klangbild ist fordernd und gleichzeitig beinahe eingängig, verdeutlicht die Anpassungsfähigkeit der Band auf einem Niveau, das die Band so bisher noch nicht gezeigt hat.

„Apex“, englisch für „Gipfel“, oder „Höhepunkt“, ist deshalb als Name für das Album durchaus zutreffend. Der Superlativ ist aber hoffentlich keine vorweg genommene Entschuldigung für den Fall, dass Mars Red Sky mit ihrem irgendwann erscheinendem vierten Album hinter diesem zurückbleiben sollten.

Ihrer Weiterentwicklung hat die Band auf Apex III nichts geopfert. Weder hat sie ihre musikalische Spannweite reduziert, noch hat Mars Red Sky beim Songwriting nachgelassen und verwendet immer wieder durchdachte Wortspiele, oft genug mit mehr als nur einem Augenzwinkern. Gerade melodisch hat die Band zugelegt, gestaltet die Melodien voller, traut sich komplexere Rhythmen zu und behält doch stets alle Fäden der Songs in der Hand.

Mars Red Sky – Apex III (Praise for the Burning Soul) erscheint am 25.02.2016 bei Listenable Records / Edel

Webseite von Mars Red Sky: http://www.marsredsky.net/

1 KOMMENTAR

Comments are closed.