Nitro/Noise – No Cure for Apocalypse

Das neue No Cure for Apocalypse von Nitro/Noise war für mich eine hammergeile Überraschung. Das Trio Clutch / Kold / Efferus packt eine geballte Ladung Dancefloorkiller auf ihr neustes Album. Das Album ist schwerer EBM, nahe am Industrial und die Jungs bedienen sich auch mal links und rechts bei Stilrichtungen wie Rave / Cyber und Synthiepop. Die Mischung ist geil gelungen und schleift den Hintern konsequent in Richtung Tanzfläche.

Zwischen ihren hämmernden Beats schlägt die Band sozialkritische Töne an. Wake Up Call, Censorshit, If We Stop Breeding sind schon recht starker Tobak, aber die Message der Band gerät für mich nirgends zum Selbstzweck. „We Demand Better“ bringt es auf den Punkt: „No one wants a revolution (…) all we want is evolution“ – Kritik, nicht Brandstiftung. Die Band schafft mit Bravour die Kurve um die Sackgasse „Selbstmitleid“. Nitro/Noise zeigen sich aufgeschlossen gegenüber genrefremden Einflüssen, wodurch das Album insgesamt lebendig, vitalisierend und abwechslungsreich bleibt, ohne sich vorwerfen lassen zu müssen, sie würden unreflektiert abkupfern.

Die Band bringt ihre Songs kraftvoll, aber nicht aggressiv ‚rüber. Die Songs treiben an, aber sie vertreiben nicht. Die Sounds sind hart, aber dennoch gut tanzbar, weil sie eben nicht lärmend auf den Wecker gehen. Daraus und aus den interessanten Themen der Band wird insgesamt ein Album für Clubnächte: No Cure for Apocalypse will getanzt werden. Man kann es nicht leise hören. Und obwohl diese Art von Musik die Neigung hat, mich zu übersättigen, gefällt mir das Album außerordentlich gut und hat es aus dem Stand in meine Heavy Rotation geschafft.

Nitro/Noise – No Cure For Apocalypse ist erschienen am 15.08.2014 bei Digital World Audio / Nova MD

Webseite der Band: (Facebook) https://www.facebook.com/nitronoisemusic

NITRONOISE We Demand Better [feat Nachtmahr]

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