Purple – Bodacious

Hit it!

Das Trio Purple aus Texas veröffentlicht „Bodacious“, das zweite Album der Band. Mit dem sehr vom Surf-Rock beeinflussten Debüt „(409)“ sorgte die Band für einige verdiente Aufmerksamkeit in der Szene. Bodacious ist etwas weniger „Surf“, geht mehr in die Breite und macht einfach Spaß. Es ist ein bemerkenswert frisches und vitales Album, das sich hemmungslos in Stimmungs- und Stilwechseln austobt.

Der Versuch, die Musik von Purple in eine eindeutige Schublade zu stecken, scheitert. Die Musik ist durchzogen von vielen Ansätzen. Indie, Ska, Punk, Rock, Folk, Reggea und richtig schön Retro-90er-Pop. Diese Mixtur funktioniert extrem gut. Sängerin und Schlagzeugerin Hanna drückt der Band einen Stempel auf, der mich immer wieder an Gwen Stefani / No Doubt in ihren besten Zeiten erinnert. Dazu ballert die Band, dass es eine wahre Freude ist.

Bodacious

Es wäre unfair, die Band auf auf die gekonnte und bemerkenswerte Nähe von Hanna zu Gwen Stefani zu reduzieren. In der Musik finden sich auch Ansätze der Red Hot Chili Peppers, Sonic Youth, Yeastie Girls, White Stripes und Yeah Yeah Yeahs und einiger anderer. Bodacious zeichnet gerade die bemerkenswert freche Mixtur aus, die Purple aus der Masse hervorhebt. Die Musik funktioniert einfach. Die Songs sind lebendig, voller Groove und Vibe. Mal sind sie schmusig, mal kreischt Dich die Musik ausgeflippt an. Mal ist die Musik einfach da und wunderschön Indie, nur um im nächsten Moment ein wundervoll respektloses Riot-Feeling zu verbreiten.

Bodacious ist ein überraschend dichtes, sogar kompaktes Album, in dem genug von Purple und von vielen anderen steckt, um wieder etwas Eigenes zu sein. Purple ist eine unfassbar wandlungsfähige Band und Bodacious ist mit einiger Sicherheit eines der abwechslungsreichsten Alben des Jahres, das gleichzeitig auch noch richtig Spaß macht.

Purple – Bodacious erscheint am 05.08.2016 bei [PIAS] / rough trade

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Purple – Backbone (Official Video)

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