Rival Sons – Hollow Bones

Rock mit Seele und Kante

Es ist erst (oder schon?) zwei Jahre her, seit die Rival Sons das großartige Great Western Valkyrie herausbrachten. Jetzt legen die Rival Sons aus Kalifornien mit Hollow Bones nach. In der Zwischenzeit war die Band ausgiebig auf Tour, sowohl alleine, als auch mit Größen wie AC/DC, Deep Purple, Lenny Kravitz und natürlich Black Sabbath. Im Oktober letzten Jahres fanden sie die Zeit, Hollow Bones mit Produzent Dave Cobb in Nashville / Tennessee einzuspielen.

Hollow Bones

„Deep“ ist ein so fürchterlich überstrapaziertes Wort, denn so ziemlich jede Band ist irgendwie „deep“ – auf die eine oder andere Art. Aber „Mann, das ist deep“ war tatsächlich der erste Gedanke, den ich hatte, als ich mir beim ersten Kaffee heute Morgen Hollow Bones durch Ohren gepustet habe. Das Album geht insgesamt mehr in die Tiefe, sowohl thematisch, als auch in Sachen Stimmung. Die Musik hat einen bemerkenswert schweren, dunklen Blues- und Soul-Touch, der begleitet wird von griffigem Sound, der um die Ecken herum schön rau und kernig rüberkommt.

Bass und Schlagzeug sind sehr schön präsent ohne zu dominieren, die Gitarrenriffs sind toll, mal kernig, fast schon grobschlächtig hart, mal psychedelisch unscharf, verschwommen. Dazwischen strahlt Sänger Jay Buchanan mit seiner ungewohnt kräftigen und Stimme. Gemeinsam tobt sich die Band im Rock zwischen Funk, Blues und Soul aus und verbreitet dabei ordentliche Kopfnicker-Stimmung, wechselt bravourös nahtlos zwischen Kellerclub und Stadion. Mal sieht man beinahe James Brown am Rand der Bühne stehen und zustimmend nicken, mal erahnt man Ozzy im Hintergrund.

Alleine die Kombiantaion der Stilrichtungen auf Hollow Bones ist schon klasse. Die Rival Sons verstehen es, ihre Vielseitigkeit und Können zu zeigen, ohne darauf herumzureiten. Das Album ist mehr eine musikalische Rundreise, auf der sich die Band mal dieser, mal jener Spielweise bedient und ohne großes Drama einfach los rockt. Der deutliche Vintage-Touch lässt Hollow Bones authentisch klingen, denn die Band verbindet ihn gekonnt mit ihrem modernen Sound und benutzt ihn nicht als Aufkleber „jetzt original alt“, sondern tobt beneidenswert gekonnt sich in der Musik aus.

Hollow Bones lebt von einem kräftigen Fundament aus Bass und Schlagzeug, auf dem sich Sänger und Gitarrist austoben, Akzente setzen, ohne die Band zu dominieren. Ein Album, das unaufgeregt Größe zeigt, indem es vormacht, wie eine Band authentisch durch verschiedenste Stile und auch Zeitalter rocken kann, ohne künstlich oder gezwungen zu klingen oder sich zu einem „Sänger mit Begleitmusikern“-Act zu verwandeln. Hollow Bones ist ein geniales Album, das mit Druck begeistert, aber auch mit Ruhe, mit Lässigkeit und mit einem Selbstverständnis, das in Kombination aus sich selbst heraus begeistert.

[ Update ]

Der Release des Albums Hollow Bones wird mit einem EXKLUSIVEN 90 minütigen Live Set der Rival Sons auf Ihrer Release Show im im Berliner Columbia Theater am 09.06.2016.

ES GIBT KEINE KARTEN IM VVK, NUR Abendkasse (28 Euro). Mit Facebook Voranmeldung 10% Nachlass auf den Eintrittspreis (25 Euro). Es reicht NICHT aus, den Status auf „interessiert“ zu setzen. Man muss „teilnehmen“ klicken, um den Nachlass gewährt zu bekommen. Hier findet Ihr die Veranstaltung bei Facebook: https://www.facebook.com/events/1740086129563138/

Rival Sons – Hollow Bones erscheint am 10.06.2016 bei Earache / Warner

Offizielle Webseite der Rival Sons

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