Sabaton – The Last Stand – Schwedische Power

Schwedische Power

Gastbeitrag von Micha

Gegründet wurde die Power-Metal Band Sabaton in Jahr 1999 und ist heute kaum noch aus der Metalszene wegzudenken. Seit ihrem Album Primo Victoria (2005) reitet die Band um Frontmann Joakim Broden (Gesang), namentlich Hannes Van Dahl (Schlagzeug), Pär Sundström (Bass) sowie die Gitarristen Tommy Johannson und Chris Rörland auf einer Erfolgswelle und sind nicht selten Headliner auf Festivals.

Als ihr erstes Album Fist for Fight (2001) erschien, waren Sabaton noch unbekannt und die Jungs aus Falun, Schweden, waren zu dieser Zeit noch in der Stilfindung. Mit Primo Victoria hatten sie ihren Stil gefunden und sind ihm bis heute treu geblieben – und der Erfolg gibt ihnen Recht. The Last Stand stieg in Schweden und der Schweiz auf Platz 1 in die Albumcharts ein und hielten sich dort mehrere Wochen, in Deutschland schafften sie immerhin Platz 2.

The Last Stand – Bis zum letzten Mann

Mit “The Last Stand” führen die Schweden ihren unverkennbaren Stil mit Lyriks um Kriegs- und historische Ereignisse weiter. Wie der Name bereits verrät, geht es auf dem Album um aussichtslose Kämpfe quer durch die Geschichte. So handelt Shiroyama zum Beispiel von der letzten Schlacht der Samurai (24. September 1877, Kagoshima Japan, die auch im Film The Last Samurai thematisiert wird).

Musikalisch reiht sich das Album konsequent bei seinen Vorgängern ein und ist, wie man es von Sabaton kennt, energiegeladen und stimmig untermalt von Joakims Gesang. Die Songs haben, wie ich finde, eine ausgewogene Mischung von erstklassigem Metal und der „Epicness“, die ein letztes Gefecht verdient. Für mich persönlich darf sich Sabaton mit Fug und Recht Power-Metal Band nennen. Obgleich ich seit vielen Jahren dem Power-Metal verfallen bin, finde ich doch erstaunlich wenige Bands, die primär diesem Stil folgen. Auch wenn man vieles dem Power-Metal zuordnen kann, sind die Stile heutzutage doch recht vermischt. Sabaton sind nach meiner Meinung eine der wenigen Bands, die primär Power-Metal spielen und nicht zu den „alten Hasen“ gehören, die es seit den 80ern oder länger gibt.

Vielfalt

Zur eigentlichen CD habe ich hier die Digibook Version vorliegen. Hülle und Booklet des Albums sind gut verarbeitet und wie ich finde einfallsreich gestaltet. Was sie aber klar zum Punktesieger macht, ist die Bonus-CD, die Hits der vorherigen Alben wie Primo Victoria, Ghost Division, Nightwitches und vielen mehr enthält. Insgesamt gibt es zusätzlich zu den 13 Tracks des eigentlichen Albums noch 19 Bonussongs. Für nur ein paar Euro mehr macht sie das eindeutig zu einem guten Kauf, vor allem wenn man nicht alle Alben besitzt oder die Band erst kennenlernt.

An Fans von Vinyls haben Sabaton auch gedacht, also gibt es The Last Stand (ohne die Bonus Songs) auch als klassische Black Vinyl. Außerdem gibt es noch die „Earbook“ Version, die neben dem Album selbst noch eine Live-CD und die dazu gehörige Live-DVD in einem Boxset beinhaltet, sowie eine Vinyl-Version des Albums. Lediglich die Bonus CD der Digibook Version ist hier nicht enthalten.

Fazit: Wer Sabaton mag und die Alben der letzten Jahr gut fand, kann mit The Last Stand nichts falsch machen. Es ist unverkennbar Sabaton mit hier und da ein wenig frischem Wind. Aber so experimentierfreudig wie andere Bands sind die Schweden – zum Glück! – nicht.

Sabaton – The Last Stand ist am 18.08.2016 bei Nuclear Blast erschienen.

Webseite Sabaton (Facebook)

SABATON – The Lost Battalion (OFFICIAL LYRIC VIDEO)

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