Schandpfahl – Spiegel

Was ist das?

Mord! Totschlag! Trash Metal! Panik! Blutbad! Industrialgroovehyperdancetrackdingsbums! All das gibt es auf der EP Schandpfahl – Spiegel… nicht. So gar nicht. Das Projekt wurde 2013 von Anni Meier und Thorsten Eligehausen, die beide von der Band Cradle of Haze bekannt sind, als ein „Industrial Rock / Gothic Rock / Darkwave“-Projekt. Hm, okay, kann man so sagen – meine persönliche Einordnung läge wohl eher auf der Schiene „Darkwave“ oder so, vielleicht auch „Düster-Elektronisch“, aber nun gut. Immerhin: Eine Gitarre ist drin… ist es dann auch schon Rock?

Schandpfahl - By Aw58 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia CommonsEinen Spiegel vorhalten

Die EP Schandpfahl – Spiegel enthält zehn Tracks bei einer Spieldauer von rund 43 Minuten, dabei eine Neuauflage ihres 2014 veröffentlichten Songs Elixierum, die Demo-Version von Mit Deinen Worten, vier brandneuen Tracks und vier Remixes der neuen Tracks. Die Musik ist tanzbar, zum Teil sehr gut tanzbar, und trägt eine ganz eigene Melancholie in sich.

Wie bei dem Duo üblich, sind die Lyrics integraler Bestandteil des Songs, des Gefühls, und nicht nur oben draufgepropft „weil man ja singt“. Und insbesondere die markante Stimme von Anni schafft ein ganz eigenes Stimmbild, das seinesgleichen sucht und wunderschönen, ruhigen Dark Electro Sound erschafft. Da erreicht die Musik, was im Lied „Spiegel“ beschrieben wird: „Bitte leg mir Ketten an“ – die Musik fesselt. Sei es zum Träumen – oder tanzen.

Schandpfahl – Spiegel erscheint am 11. März 2016 bei darkSISGN Records

Webseite von Schandpfahl (Facebook)

 

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