Sixx:A.M. – Prayers for the Damned

Vol. 1 – Ein neuer Anfang

Als Nikki Sixx 2006 Sixx:A.M. in Los Angeles (USA) gründete, um sein The Heroin Diaries: A Year in the Life of a Shattered Rock Star aufzunehmen, war er bereits eine große Nummer. Er war Mitbegründer, Bassist und Songwriter der Mötley Crüe, war Mitglied von Sister, 58, gründete die Band Brides of Destruction und arbeitete als Songschreiber / Produzent mit Bands zusammen, wie zum Beispiel Steve Jones (Sex Pistols), Lita Ford, Alice Cooper, Meat Loaf, Marion Raven, Drowning Pool, Saliva, The Last Vegas und andere. Später gründete er die Klamottenfirma „Royal Underground“ (mit Kelly Gray) und war Radiomoderator. Nachdem die Mötley Crüe 2015 offiziell in den Ruhestand ging, wurde Sixx:A.M. das Hauptprojekt von Nikki Sixx.

Prayers for the Damned

Auf dem neuen Album Sixx:A.M. – Prayers for the Damned beweist die Band ihr Gespür für modernen Hard Rock. Das Album ist ein hervorragend gelungener Brückenschlag zwischen dem altgewohnten Hard Rock und modernen Elementen. Sixx:A.M. ist sich nicht zu schade, auch mal in anderen Musikstilen vorbeizuschauen und von dort mitzunehmen, was gefällt. Die Mixtur aus Soul, Hard Rock, Heavy und Stadion Rock funktioniert beim Opener Rise bemerkenswert gut.

Hard Rock und Gospel Chöre passen nicht zusammen? Sixx:A.M. räumen mit diesem Vorurteil gründlich auf und beweisen das Gegenteil. Auf Prayers for the Damned werden daraus aber nicht etwa kitsch-pop-artige Dudelsongs, sondern echte Stimmungshighlights, die sich hervorragend in den fetten Sound des Albums einfügen.

Sehr geil kommt die generell positive Stimmung des Albums rüber. Es klingt frisch, aufgeweckt, aufgeräumt und unbestreitbar positiv und gutgelaunt. Klar, es gibt eine Menge Alben, die irgendwie eine ganz tolle Stimmung verbreiten, aber Prayers for the Damned hat beinahe sowas wie eine gute-Laune-DNA in sich. Zwar sind die Texte durchaus kritisch und beschäftigen sich nicht gerade mit den geilsten Momenten des Lebens, aber sie fühlen sich großartig an, geben Schwung und passen hervorragend zum sich jetzt endlich ankündigenden Sommer (Euch ist auch aufgefallen, dass der Regen nicht mehr gefriert?)

Bin ich begeistert? Aber sowas von. Sixx:A.M. – Prayers for the Damned ist für mich eins der Top Hard Rock Alben, die bisher in diesem Jahr herausgekommen sind. Die Band schwimmt sich frei von altem Ballast, probiert geile Ideen aus, setzt sie mit Bravour in Szene. Begriffe wie „glänzend“, „prachtvoll“ oder „dynamisch“ gehören zu diesem Album, werden ihm aber nur zum Teil gerecht. Dieses Album ist vielleicht näher an Bands wie Alter Bridge und Shinedown, als an Mötley Crüe, wie es Nikkis Vergangenheit erwarten lässt. Aber das ist verdammt gut so, denn Prayers for the Damned wirkt wie ein Befreiungsschlag, der Sixx:A.M. ganz weit nach vorne katapultiert.

Sixx:A.M. – Prayers for the Damned erscheint am 29.04.2016 bei Eleven Seven Music / Warner

Offizielle Webseite von Sixx:A.M.

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Sixx:A.M. 2016 – We’re just getting started…

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