Stahlmann – Single Bastard und warum manchmal…

Warum manchmal alles so ist und doch ganz anders

Ich sage es mir ja immer wieder – Rezensionen zu Singles schreiben, das macht nicht viel Sinn. Wirklich nicht. Ich mein – da sind nicht viele Stücke drauf, zu denen man was sagen kann. Oft aufgefüllt mit Remixes verschiedener mehr oder weniger bekannter Künstler. Was soll man da groß schreiben? Noch schlimmer wird es ja, wenn die Single eine Auskopplung aus einem bevorstehenden Album ist – was auch immer Du jetzt schreibst, musst Du dann auch später dann nochmal im Kopf haben, heute einen Song als das Beste seit geschnitten Brot anzupreisen, und dann später zu verreißen geht zwar – macht Dich als Schreiberling aber nicht unbedingt glaubhaft.

Wieso also liest Du, geneigter Leser, jetzt doch wieder einmal eine Rezension zu einer Single-Auskopplung von mir? Es gibt ein paar Gründe. Zum einen haben wir schon für das Album CO2 zu Plasma eine Vorab-Single kommentiert – es ist also quasi Tradition. Zum anderen ist bei Stahlmann schon eine ganze Weile alles auf das neue Album Bastard eingestellt, das am 17. März erscheinen soll, in genau einem Monat also – und ich bin entsprechend neugierig. Du ja vielleicht auch.

Zur Sache, bitte

Aber abgesehen von all diesem dilettantischen herumphilosophieren gibt es eigentlich nur einen einzigen wichtigen Grund, warum ich etwas zu Stahlmann – Bastard/Nichts Spricht Wahre Liebe Frei schreibe: Das Ding liegt mir vor, es ist geil, und ich kann etwas dazu schreiben. Ja, okay, es sind zwei Songs auf der Single. Hätte ich mir mehr gewünscht? Darauf kannst Du, werter Leser, Deinen A… Dein allerwertestes Hinterteil verwetten. Aber schon der Track Bastard reißt mich vom Hocker. Nicht, weil der in Strecken ruhig, langsam, vocal-lastig ist, nicht weil er in Schüben die volle Instrumenten-Breitseite gibt, nicht weil der Song von beständigen Tempowechseln lebt. Er zeigt wunderschön, wie Stahlmann es verstehen, auch ohne die Beschwörung von Vampiren, Teufeln oder Vollmonden eine unglaublich düstere und dabei kraftvolle Stimmung heraufzubeschwören. Und das handwerklich aus Instrumenten, gezaubert aus Frank Herzigs Gitarre, AblaZ‘ Bass, Maximilian „Max“ Thieles Schlagzeug und natürlich die tragende, verknüpfende Stimme von Martin „Mart“ Soer.

Im Gegensatz zu Bastard ist Nichts Spricht Wahre Liebe Frei schon fast balladenhaft, besinnlich. Mehr auf die Lyrics konzentriert, ohne dabei schnulzig zu werden. Ein Liebeslied, das sich erfrischend von Umarm- und Abknutsch-Fraktion der Songs dieser Sparte absetzt.

Ja, die Single Stahlmann – Bastard/Nichts Spricht Wahre Liebe Frei macht Spaß. Macht Hoffnung. Schafft Spannung. Ich für meinen Teil werde neugierig auf die Album-Veröffentlichung warten!

Stahlmann – Bastard/Nichts Spricht Wahre Liebe Frei erscheint am 24.02.2017 bei Afm Records (Soulfood)

Webseite von Stahlmann (Facebook)

Tour (Support: Johnny Deathshadow)

03.03. Osnabrück, Bastard Club
04.03. Frankfurt, Nachtleben
10.03. Stuttgart, Club Zentral
11.03. München, Backstage
24.03. Berlin, Nuke
25.03. Magdeburg, Factory
30.03. Nürnberg, Hirsch
31.03. CH-Zofingen, Oxil
01.04. Mannheim, MS Conn. Complex
28.04. Losheim, Hexentanz
29.04. Forst, Manitu
05.05. Bremen, Tivoli
12.05. Hannover, Musikzentrum
13.05. Hamburg, Logo
19.05. Wilhelmshaven, Pumpwerk
20.05. Bochum, Matrix

 

 

(Bearbeitet am 24.02.2017: neues Video hinzugefügt)

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