Suicide Squad – The Album

Sucker For Pain

Drei angekündigte Filme haben meinem Puls ordentlich Schub gegeben: Independence Day: Resurgence (ID2), Star Trek Beyond (Beyond) und Suicide Squad. ID2 ist voll aufs Gesicht gefallen und war eine für mich fürchterliche Enttäuschung. Beyond fand ich nicht schlecht, aber meine große Hoffnung des Jahres ist Suicide Squad. Der Film läuft demnächst an und dank Monique habe ich schon den OST, den Soundtrack Suicide Squad – The Album zum Film hier liegen.

Das Album ist eine Compilation mit Musik des Films und kein Score. Es ist nicht eigens für den Film komponierte Filmmusik im klassischen Sinne, auch wenn einige Songs extra für den Film geschrieben wurden. Die Musik ist sehr amerikanisch und überwiegend auf den Mainstream zugeschnitten, was aber der Qualität insgesamt keinen Abbruch tut. Die Namensliste der an The Album beteiligten Künstler ist schon beeindruckend. Von Twenty One Pilots über Lil Wayne, Wiz Khalifa, Eminem, Grimes bis hin zu Creedance Clearwater Revival reicht die Liste der Vertretenen Künstler.

Suicide Squad – The Album

ist vor allem vielseitig. Das Material besticht vor allem durch unerwartete Kollaborationen. Daruntzer z. B. Action Bronson und Dan Auerbach von den Black Keys oder auch Skrillex und Rick Ross. Neben ganz neuen Songs, die zum Teil aus bislang unveröffentlichtem Material entstanden, sind auch Neufassungen von echten Klassikern dabei und auch echte Klassiker.

I Started A Joke

Suicide Squad – The Album ist ein modernes Album, das versucht, möglichst viele zu erreichen. Durch die Trailer wurden bereits einige Stücke angerissen und die Stimmung der Musik ist entsprechend: Dynamisch, irgendwie chaotisch, mit einer bestimmten Richtung und Drive. Dabei ist es gleichzeitig Stärke und Schwäche des Albums, das es versucht, möglichst viele gleichzeitig anzusprechen.

„Wer versucht, es allen recht zu machen, macht es niemandem recht“, besagt ein Sprichwort. Zum Teil stimmt das auch hier. Suicide Squad – The Album hat keine echte Kante und bewegt sich weitestgehend im Mainstream. Allerdings – und das muss ich dem Album echt hoch anrechnen – ermöglicht es Leuten wie mir, auch mal mit Material in Berührung zu kommen, das sonst bei uns nicht jeden Tag rumgereicht wird. Ohne The Album hätte ich nicht gewusst, dass man mit Grimes – Medieval Warefare durchaus Nachbarn begeistern kann und ConfidentialMX hätte ich ohne wohl auch nicht kennengelernt.

Die Songs sind modern und eher mainstreamig, aber dennoch klasse ausgewählt und funktionieren. Es ist ein schöner Querschnitt durch den Zeitgeist und das Feeling. Mit den Trailern im Hinterkopf zünden die Songs noch viel mehr. Die Scheibe funktioniert grandios im Auto und hat einige echte Juwelen im Gepäck und auch ein paar schöne Überraschungen (erwähnte ich Medieval Warefare?) Es gibt einen Überblick über eine bestimmte Richtung aktueller Musik und ist eine gelungene Einladung, sich mit einigen Richtungen der Musikszene mal wieder näher auseinanderzusetzen.

Suicide Squad – The Album erschient am 05.08.2016 bei Atlantic / Warner

Offizielle Webseite zum Film

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