The Other – Fear Itself: Partyalarm mit Düsterpunk!

Das Begleitschreiben zu The Other – Fear Itself machte mich etwas mißtrauisch. Von Horror-Punk Veteranen ist da die Rede. Und von einer „Wundertüte aus melancholischem 80er Feeling“. Horror-Punk? Melancholie? Wie muss ich mir das vorstellen? Flennende Alt-Punks, die ausschließlich nach Sonnenuntergang auf Friedhöfen rumdudeln, oder wie? Ich hatte ehrlich keine Ahnung und solche Fragen wollen Antworten. Darum: rein damit in den Player und ab dafür!

Ja, da sind deutlich Punk-Wurzeln erkennbar, aber es ist so viel anders, so viel besser, als ich Punk in Erinnerung habe. Die Jungs von The Other, Frontmann Rod Usher, Drummer Doc Caligari, sowie Gitarrist Ben Crowe, Gitarrist Pat Laveau und Bassist Aaron Torn, können ja richtig spielen! Ich bin total von den Socken. Die haben ihre Instrumente tatsächlich im Griff! Und das klingt auch noch gut. Wenn mich Punk in den 80ern so abgeholt hätte, wäre die Geschichte vielleicht anders verlaufen.

The Other – Fear Itself ist klasse gemacht. Das Album ist schnell, es rockt punkig, es hat Flair und es macht Spaß. Ich verstehe jetzt, was mit „Horror-Punk“ gemeint ist, nur erklären kann ich es nicht so ganz. Die Texte sind schon was düster, Textstellen wie zum Beispiel „Dreaming of the Devil … every night“ oder „she’s too young to be a bloodsucker“ geben eine ungefähre Richtung vor. Dazwischen tummeln sich schnelle Riffs und knackig-treibende Beats. Musik die nicht so recht zu dem passen will, was ich bisher mit „düsterer Musik“ in Verbindung gebracht habe.

Kuschelmusik ist The Other – Fear Itself ganz bestimmt nicht. Aber Spaß macht das Album kolossal! Ich hätte nie gedacht das mal sagen zu können, aber ich mag ein Punk-Album: Dieses! Es ist erfrischend, macht Party, hat Knack. Daumen hoch!

The Other – Fear Itself Itself erscheint am 19.06.2015 bei Steamhammer/SPV

Webseite der Band: http://www.theother.de/

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